Kabarettist Django Asül wird als Nockherberg-Redner abberufen - Paulaner möchte zurück zu Bruder Barnabas.
Es war ein kurzes Gastspiel, aber eines, das im Vorfeld und auch danach für einigen Wirbel sorgte: Django Asül war als Derblecker beim Starkbier-Anstich auf dem Nockherberg im März 2007 der Mann des Tages.
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Der Kabarettist teilte ordentlich nach allen Seiten aus, wie es sich für einen Bußprediger gehört, auch wenn er den Habit des Bruder Barnabas für seinen Auftritt ablehnte. Und so mancher Politiker wirkte reichlich bemüht beim Versuch, dem umjubelten Auftritt in Anwesenheit zahlreicher Kamerateams ein Lächeln abzugewinnen.
"Wir wollen wieder einen traditionellen Fastenprediger"
Es ist ein Versuch geblieben, auch für Django Asül, der 2008 von einem anderen Redner abgelöst wird. "Wir wollen wieder einen traditionellen Fastenprediger, der eine Mönchskutte trägt - uns geht es darum, den Bruder Barnabas als Figur wieder zurückzuholen", sagt Paulaner-Geschäftsführer Andreas Steinfatt.
Die Entscheidung habe keineswegs etwas mit der Person von Django Asül zu tun. Und dass sich einzelne Politiker nach der Veranstaltung über den robusten Auftritt des niederbayerisch-türkischen Kabarettisten bei Verantwortlichen der Schörghuber-Gruppe beschwert hätten, will Steinfatt weder bestätigen noch dementieren: "Davon weiß ich nichts."
Der geschasste Starkbier-Redner selbst gibt sich zurückhaltend. "Natürlich bin ich traurig, ich hätte auch gerne weitergemacht. Aber zwischen mir und der Paulaner-Brauerei bleibt das Verhältnis gut", sagt Django Asül. Er klingt selbstbewusst, wenn er hinzufügt, "dass ich am Nockherberg ja überhaupt nicht gescheitert bin - die Reaktionen beim Publikum waren sehr gut".
Der Kabarettist sieht sich nach den Kritiken bestätigt in seinem Stil. Verbiegen wollte er sich für seinen Auftritt ohnehin nicht: Die Rolle eines feingeistigen Mönchs, der eher behutsam-ironisch mit den Honoratioren im Saal umgeht, passte eher zu Bruno Jonas, nicht aber zu ihm.
Nach einem klärenden Gespräch am Donnerstagmittag mit Steinfatt und Schörghubers Kommunikationschef Holger Lösch versucht der 35-Jährige Deggendorfer seinen Abgang positiv zu deuten: "Der Nockherberg ist doch die größte Ehre, die einem bayerischen Entertainer zuteil werden kann - und ein Punkt in meiner künstlerischen Vita, auf den ich besonders stolz bin."
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Die neueste Antwort
in Bayern. Zuerst die neuen Vorstandswahlen der CSU und nun auch noch das.
Aber da kommt mir eine Idee. Im September wird doch unser Edmund frei und der als Arbeitstier muss doch was zu tun bekommen. Wie wäre es denn mit ihm.
Er ist katholisch und ein brillanter Redner.
Darauf könnten wir uns wirklich freuen.
Lasst doch den Söder ran, er schaut aus wie ein Mönch, denkt aber anders, wäre also ein pfundiger Fastenprediger, wurde Bayern nicht schon einmal von Franken her missioniert? Der würde die CSU und sich selbst nur loben. Ob ihn aber wer verstehen würde.........?
Gilt nicht. Luujjaaa sog I, habts sunst koan?
Ein Schelm ...
Schade Django, Du warst auf dem Nockherberg eine Wucht!
Härter, unverblümter und direkter hatte bis dato noch niemand den Großkopferten die gnadenlose Wahrheit an den egomanen Kopf geschleudert!
So sehr mich das Aus schmerzt, umso mehr wird dieser eine Auftritt in der kommenden Zeit zu einem (Nockherberg-)Klassiker avisieren, der in seiner Message aber leider eine bittere Wahrheit nach sich zieht: "Wer das Sagen hat, sitzt am längeren Hebel". Und in diesem Fall ist leider nicht die Paulaner-Brauerei gemeint.....
Als Nachfolger sehe ich ehrlich gesagt keine sich aufdrängende Alternative:
Vielleicht Andreas Giebel oder Helmut Schleich? Diese beiden sind zwar hervorragende Kaberettisten, aber nicht unbedingt auf der Politk-Schiene.
Der "Fonse" alias Christian Springer war ja schon als Nockherberg-Singspiel Co-Author aktiv und hätte daher entsprechende Referenzen. Denke aber, er ist politisch vielleicht etwas zu unverbindlich.
Gerhard Polt, glaube ich, gibt sich für sowas nicht her, der Otti Fischer hätte zwar die Barnabas-Figur und die nötige Derblecker-Mentalität, nuschelt aber in einem Tempo seine Sätze runter als wolle er einen neuen Weltrekord im Schnellreden aufstellen (zumindest wenn man "Otti´s Schlachthof" als Bewertungsgrundlage nimmt).
Also gibt es nur eine wirkliche Wahl:
wer anderes als ein Niederbayer kann den Niederbayern Django Asyl rächen?
Jemand in dessen Fußstapfen Django zweifellos wandert und der eine einzige Politik-Kabarett-Koriphäe und -Legende darstellt.
Sigi Zimmerschied, bitte übernehmen Sie!
Recht haben Sie.
Ich dachte immer - bei allen Unterscheiden - Bayern und Rheinländer hätten zumindest eins gemeinsam: Ein so unerschütterliches Selbstvertrauen, dass sie auch mit dem, der einen (Humorvoll) beleidigt und den Spiegel vorhält, anschließend ein Bier trinken gehen. Nun, do han isch misch ävver ens jetäusch...
Django, maach et joot!
Paging