Neue Züge Die neuen U-Bahnen bringen Farbe in den Untergrund

(Foto: Florian Peljak)

Das Lichterspektakel beeindruckt viele Passagiere in den neuen Zügen der Linie U 6, anderen ist es einfach zu hell.

Kassian Stroh

Das ist die Strahlkraft Münchens und im dunklen Untergrund kommt sie am besten zur Geltung. Das Lichterspektakel der neuen U-Bahnen beeindruckt viele Passagiere in den neuen Zügen vom Typ C 2 auf der Linie U 6. Außen leuchten offene Türen grün, rot blinken sie, wenn sie sich schließen. Und im Innern ist das Farbenspiel noch vielseitiger: Rot heißt zu, grün-weiß heißt offen, grün leuchten die Türen, während sie sich öffnen, rot-weiß, wenn sie sich schließen.

Verwirrend? Im Gegenteil: Helfend und innovativ. Denn entstanden ist das neue Lichtdesign auf Anregung von Behindertenverbänden, wie Matthias Korte von der Münchner Verkehrsgesellschaft wissen lässt. Die Lichter sollen Sehbehinderten helfen. Und dass dies nicht nur wie in anderen Städten mittels einzelner Lampen über der Tür geschieht, sondern durch eine ganze "Türkantenbeleuchtung", so der offizielle Terminus, da sei München Vorreiter, sagt Korte, das gebe es sonst nirgends.

Zugleich ist auch die Innenbeleuchtung der U-Bahnen weit heller geworden. Vielen Fahrgästen seien die Vorgängerzüge vom Typ C1 zu dunkel, berichtet Korte, darauf habe man reagiert. In den neuen Wagen auf der U 6 ist nun jedoch zu belauschen, dass es manch einem zu hell ist. Im morgendlichen Berufsverkehr werden so Augenringe eher betont denn verdeckt - der Preis der Strahlkraft Münchens. kast/Fotos: Florian Peljak