Nach der Vergewaltigung einer Australierin umstellte die Polizei den Campingplatz Thalkirchen und öffnete alle Wohnmobile.
Eine 19-jährige Australierin ist in der Nacht zum Dienstag auf dem Campingplatz in Thalkirchen vergewaltigt worden. Der Täter ist flüchtig. Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot den Campingplatz ab. Der Zugang wurde abgeriegelt, sämtliche Zelte durchforstet und verschlossene Campingwagen geöffnet - jedoch vergeblich. Nach Polizeiangaben hatte der Mann die junge Frau mit einem Messer bedroht, in eines der Zelte gezogen und sich dort an ihr vergangen.
Bild vergrößern
Mit einem Großaufgebot suchte die Polizei auf dem Campingplatz in Thalkirchen nach dem Vergewaltiger. (© Foto: Robert Haas)
Anzeige
Die Australierin war erst am Montag in München angekommen. Sie ist mit einer Reisegruppe unterwegs, die durch Europa tourt. Die eine Nacht in München war für den Wiesnbesuch reserviert. Mit ihrer Reisegruppe machte sich die 19-Jährige am Abend auf zum Oktoberfest. Als die Australier gegen ein Uhr nachts zurückkamen, war dort noch eine Party im Gange.
Die Frau und eine Freundin feierten mit und lernten dabei zwei Männer kennen, die sie begleiteten, als sie zum Schlafen zurück in ihr Zelt gehen wollten. Einer der Männer sei hier bereits bei der 19-Jährigen zudringlich geworden, sagt Polizeisprecher Peter Reichl. Die junge Frau habe dem Mann deutlich zu verstehen gegeben, dass sie nichts von ihm wolle.
Der Mann aber habe, als die Freundin vorausgegangen war, die Frau mit vorgehaltenem Messer in ein Zelt gezerrt. Am Morgen vertraute sich die Frau der Reiseleiterin an. Die alarmierte den Sicherheitsdienst des Campingplatzes.Um 8.30 Uhr umstellte die Polizei das Areal, auch ein Hubschrauber kreiste über dem Platz, damit niemand über den Zaun klettern konnte. Gegen 13 Uhr, als das Opfer von der polizeilichen Vernehmung zurück war, begann die Polizei mit der Suche auf dem Platz, der derzeit mit rund 800 Personen belegt ist.
Der Täter soll 25 Jahre alt und schlank sein. Er hat kurze, schwarze, lockige Haare und sprach gebrochen Englisch und Spanisch. Die Reisegruppe fuhr am Dienstag weiter nach Heidelberg. Die Reiseleiterin blieb beim Opfer, ebenso die Freundin, die bei der Identifizierung des Täters helfen könnte.
- Thema
- Stadtleben RSS
- Prozess Vater soll Tochter vergewaltigt haben 24.09.2009
- Sexueller Missbrauch auf der Wiesn Studentin vergewaltigt 24.09.2009
- Münchner Frühlingsgefühle Sonne auf der Haut 27.04.2010
- 851. Stadtgeburtstag Liebes München! 20.04.2010
- Gewinner der Konzertkarten Karten für Phillip Boa 20.04.2010
- Joggen in München München läuft ... aber wo? 06.04.2010
- Nackte Tatsachen über München Busen bedecken! 10.03.2010
(SZ vom 30.09.2009/wib)
Die neueste Antwort
@farbraum: Bla Bla....
O mein Gott ich muß auf einem Campingplatz warten wie schlimm..... Wenn dadurch so ein Verbrecher gefasst wird hat da jeder NORMALE Mensch verständnis. Fahren sie ruhig mal in ein paar andere Länder wo es echte Willkür Überwachung und Diktatur gibt sie verwöhnter....
Ich hoffe echt die finden den Täter schnell und noch mehr hoffe ich, dass sie ihn mit normalen und verhältnismäßigen Mitteln finden statt per Haudrauf-Methode... irgendwie schon hart, dass die Leute auf dem Zeltplatz scheinbar von 8:30 bis irgendwann am Nachmittag dort festgehalten wurden! Die müssen sich vorgekommen sein wie im falschen Film...
Überall nur noch Polizei, Razzien, Kontrollen, Überwachung, Sperrung, Verhaftung, Präventivgewahrsam usw. - alles total hart... bin froh dieses Jahr nicht mehr auf die Wiesn zu gehen!
Da werden ja die kommenden Anti-Atomkraft-Demos ein Spaziergang im Vergleich.