Der Betreiber der Bungee-Anlage in Dortmund, von der am Sonntag ein junger Mann stürzte, hatte den Sprung auf Video aufgenommen. Die Ermittler erhoffen sich darauf Hinweise auf die Unglücksursache. Die Bungee-Anlage soll nicht mehr geöffnet werden.
Nach dem Willen der Stadt Dortmund soll die Bungee-Anlage auf dem Dortmunder Fernsehturm geschlossen werden. In einer gemeinsamen Erklärung der Jochen Schweizer GmbH und Jörg Stüdemann vom Dezernat Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund heißt es, es sollten Gespräche darüber geführt werden "wie einvernehmlich die Betreibung der Bungee-Anlage am Florianturm eingestellt werden kann." Der Vertrag, den der Betreiber mit der Stadt Dortmund im Jahr 2000 geschlossen hatte, würde noch bis 2007 gelten.
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In der Erklärung heißt es weiter, die Zusammenarbeit der Stadt mit der Jochen Schweizer GmbH sei ausgezeichnet gewesen. Auf die imageträchtige Sportanlage künftig verzichten zu wollen, sei nicht "als Urteil über die technische Betriebssicherheit oder die Qualität des Sports" zu werten.
Der Sprecher der Stadt, Frank Ebbinghaus sagte hierzu: "Die Stadt kann keinen zweiten Toten an dieser Anlage verantworten. Dann würde jeder fragen, warum wir sie nicht stillgelegt haben." Ob und wann die Sprung-Vorrichtung in 150 Meter Höhe demontiert wird, sei aber Sache des Betreibers.
Video soll Hinweis geben
Die Staatsanwaltschaft Dortmund wertet derzeit ein Video des Betreibers aus, auf dem der Todessturz zu sehen ist. Die Obduktion des Toten am Dienstag brachte nach Auskunft der Ermittler keine Hinweise auf die Ursache des Seilrisses.
Der Betreiber der Anlage kündigte unterdessen auf seiner Homepage an, sein Unternehmen sei selbst auch auf der Suche nach einem Grund für das Unglück. Er gehe davon aus, dass erste Ergebnisse in etwa 14 Tagen vorliegen. Bis zur Klärung der Unglücksursache will er seine fünf Bungee-Anlagen in Deutschland und Österreich geschlossen halten.
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