Münchner Polizeipräsident befördert Schmidbauer wird neuer Landespolizeipräsident

Der bisherige Chef der Münchner Polizei, Wilhelm Schmidbauer, wird neuer Landespolizeipräsident. 

(Foto: dpa)

Als Chef der Münchner Polizei steht er nicht zuletzt wegen des Falls Teresa Z. in der Kritik. Trotzdem wird Wilhelm Schmidbauer jetzt befördert. Das Kabinett hat den Beamten zum neuen Landespolizeipräsidenten gekürt.

Der bisherige Chef der Münchner Polizei, Wilhelm Schmidbauer, wird neuer Landespolizeipräsident. Das Kabinett kürte den Beamten am Dienstag zum Nachfolger von Waldemar Kindler, der Ende Juni in den Ruhestand geht.

Schmidbauer tritt sein Amt am 1. Juli an und wird dann Chef von rund 40.000 Beschäftigten bei der bayerischen Polizei. Im Namen von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) gratulierte Vize-Regierungschef Martin Zeil (FDP) dem scheidenden Landespolizeipräsidenten "für die in den vergangenen Jahren geleistete hervorragende Arbeit" und wünschte Schmidbauer viel Erfolg für seine künftige Aufgabe.

Schmidbauer geriet zuletzt immer wieder in die Kritik. Vor allem im Fall Teresa Z. sah er sich massiven Vorwürfen ausgesetzt. Auf der Polizeiwache in der Au hatte ein Polizist die gefesselte Teresa Z. mit der Faust geschlagen. Schmidbauer sah in dem Verhalten seines Beamten eine "konsequente Vorgehensweise".

Die Ermittlungen der Polizei im Anschluss warfen auch sonst viele Fragen auf. Offenbar wurden sogar Kontakte des Opfers zu Medienvertretern gesammelt. Die Verantwortung dafür trägt Schmidbauer.

Bereits 2007 stand Schmidbauer in der Kritik, weil er sich 2007 vom Sohn des damaligen libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi im Bayerischen Hof zum Essen hatte einladen lassen.