Mit einem 20 Zentimeter langen Nagel bedrohte ein Angeklagter im Münchner Landgericht seine Dolmetscherin. Der aus dem Fernsehen bekannte Anwalt Sewarion Kirkitadse schlug dem Mann die Waffe aus der Hand.

Ein Angeklagter hat in München während einer Gerichtsverhandlung seine Dolmetscherin umzubringen versucht. Der mutmaßliche Heroinhändler presste der Frau im Prozess am Mittwoch plötzlich einen 20 Zentimeter langen Nagel gegen den Hals.

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Der Verteidiger eines Mitangeklagten, der aus der Sat.1-Gerichtsserie Alexander Hold und der Krimiserie K 11- Kommissare im Einsatz bekannte Sewarion Kirkitadse, konnte den Arm des Mannes packen und ihm die Stichwaffe entwinden.

Wie der Untersuchungshäftling an den Nagel gelangt war, ist nach Angaben einer Gerichtssprecherin noch völlig rätselhaft.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs gegen den den 35-jährigen Georgier. Er stand wegen bewaffneten Handels mit zehn Gramm Heroin vor Gericht.

Richter, Staatsanwalt und Verteidiger hatten bereits ein Geständnis und im Gegenzug nur 20 Monate Haft ausgehandelt, als der Angeklagte einen Rückzieher machte und seinem Verteidiger ins Wort fiel.

Plötzlich nahm er die 50-jährigen Dolmetscherin in den Schwitzkasten und presste ihr den Zimmermannsnagel an den Hals. Kirkitadse und mehrere Vollzugsbeamte stürzten sich auf ihn und befreiten die Frau unverletzt.

Der Mann brüllte beim Verlassen des Saales, er wolle reden, dann könne man ihn töten.

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(AP)