Münchner CSU will neue Olympiabewerbung Dann halt Winter 2022

Der Münchner Bezirksverband der CSU hat sich einstimmig für eine neue Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Voraussetzung ist ein Ja der Bevölkerung.

Der Münchner Bezirksverband der CSU hat sich am Montag in seiner Vorstandssitzung einstimmig für eine neuerliche Bewerbung Münchens um Olympische Winterspiele 2022 ausgesprochen.

Nachdem sich vor einigen Wochen der amerikanische Verband entschlossen hatte, sich nicht um die Austragung zu bewerben, werden München im Falle einer Bewerbung bessere Chancen attestiert.

Die CSU fordert Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) und die Landeshauptstadt deshalb auf, ein grundsätzliches Bekenntnis für die Austragung der Spiele abzugeben. Die positive Haltung der Sportverbände, Partnergemeinden und ein Ja der Bevölkerung will die CSU zur Voraussetzung machen.

Für eine rechtzeitige Bürgerbeteiligung solle die CSU-Stadtratsfraktion "geeignete Initiativen" ergreifen, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksverbandes. Ein starkes politisches Signal müsse am Anfang stehen, "dann können wir auch rechtzeitig den Dialog mit Sportverbänden, Partnergemeinden und Bevölkerung führen", sagt Fraktionsvorsitzender Josef Schmid.

OB Ude hatte zuletzt bekundet, sich an den Zeitplan des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu halten. Dieser räumte nach dem Rückzug der USA ein, dass sich die Chancen leicht verbessert hätten, jedoch nur ein mögliches Hindernis einer neuen Bewerbung Münchens ausgeräumt sei. Als weitere gelten unter anderem politische Konstellationen in Stadt, Land und Bund, die eine volle politische Unterstützung ausschließen. Die Grünen haben sich inzwischen auf allen Ebenen gegen eine weitere Bewerbung ausgesprochen.

Der DOSB will erst Ende 2013 entscheiden, ob er eine Bewerbung Münchens für sinnvoll hält.