Eine Routineuntersuchung hat gezeigt: Nach wie vor stellen die Verunreinigungen in Isar und Würm ein ernstzunehmendes Risiko dar. Die Münchner Badeseen wurden hingegen alle für den Sommer freigegeben. Die Stadt appelliert aber auch hier an die Bürger, sich verantwortungsvoll zu verhalten.

So angenehm es sich am Isar-Ufer liegen lässt, so unrein ist das Wasser des Flusses. Das hat eine mikrobiologische Untersuchung des Referates für Gesundheit und Umwelt durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gezeigt.

Außen hui, innen pfui - Schilder warnen davor, sich in die erfrischenden Fluten der Isar zu stürzen. (© AP)

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Die obere Isar wird beispielsweise noch immer durch vereinzelte Abwassereinleitungen von Anliegergemeinden belastet, die noch nicht nicht mit UV-Desinfektionsanlagen ausgestattet sind. Indikatorbakterien, die auf fäkale Verunreinigungen hinweisen, zeigen seit Jahren Überschreitungen gesetzlich festgelegter Grenz- und Leitwerte auf. "Man muss weiterhin von gesundheitlich relevanten Verunreinigungen wie Bakterien oder Viren in der Isar ausgehen", so die Warnung der Abteilung für Stadthygiene.

Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass die Isar mit krankmachenden Keimen belastet ist, die - wenn sie auch nur in geringen Mengen mit dem Badewasser aufgenommen werden - insbesondere bei Kindern und Personen mit geschwächtem Abwehrsystem bereits zu schwerwiegenden Erkrankungen führen können.

Auch in der Würm ist das Baden weiterhin verboten. Die mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse von Wasserproben hatten in den Vorjahren wiederholt auf eine bakterielle Verunreinigung hingewiesen.

Anstandsregeln für Sonnenanbeter

Die Wasserqualität der Badeseen entspricht den Anforderungen der Bayerischen Badegewässerverordnung.

Damit das Wasser auch in den kommenden Monaten die gewünschte Qualität beibehält, bittet die Stadt die Sonnenanbeter, sich an einige Regeln zu halten.

Als ganz entscheidend erachten es die Experten, dass keine Essensreste auf den Liegewiesen hinterlassen und Wasservögel nicht absichtlich gefüttert werden. Darüber hinaus sollen Hunde auf den Liegewiesen nicht frei herumlaufen.

(sueddeutsche.de)

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