Vuvuzela leicht gemacht "Da muss man richtig reinfurzen"

Vuvuzelas sind in aller Munde - doch richtig tröten kann fast niemand. Christoph Well von der Biermösl Blosn gibt wertvolle Tips.

Diese Szene gab es am Sonntagabend im Münchner Olympiastadion unter den 18000 Fans hundertfach zu sehen. Ein junger Mann zückt, kaum dass er seinen Platz eingenommen hat, voller Vorfreude das mitgebrachte nagelneue Lärmgerät und möchte das weite Rund beschallen.

Hier ist Kreativität gefragt. Den Umgang mit der Vuvuzela müssen deutsche Fußballfans noch üben.

(Foto: ddp)

Er setzt den Mund an die Vuvuzela, holt tief Luft und bläst leidenschaftlich und mit von Sekunde zu Sekunde röterem Kopf Luft durch die kleine Röhre. Nur leider ohne dabei auch nur den leisesten Ton zu erzeugen. Außer einem faden "Zisch" lässt sich der Tröte nichts entlocken.

"Kein Wunder", sagt Christoph Well, Blasmusiker bei der Biermösl Blosn. "Pusten nützt da nichts. Die Vuvuzela hat ein Mundstück wie eine Trompete, deshalb muss man die Lippen beim Spielen aufeinanderpressen. Da muss man richtig reinfurzen." Lippen zusammen, Druck aufbauen und pusten.

"Am schwierigsten ist das Anblasen", sagt Well, "danach muss man darauf achten, dass genug Druck in der Luftröhre bleibt." Je lockerer die Lippen zusammengedrückt seien, desto lauter könne man auch tröten. Dass diesem Instrument nur so ein schauerliches Geräusch entweicht, stört Well nicht. "Ist doch schön, wenn so viele Leute Musik machen."