Gegen verkaufsoffene Sonntage formiert sich eine breite Front - Gemeinden im Umland halten zu Münchens Ärger daran fest
Es ist einer der großen Konflikte zwischen München und seinem Umland: Über die Frage, ob man verkaufsoffene Sonntage erlauben soll oder nicht, streiten seit Jahren Kommunalpolitiker aus der Landeshauptstadt und insbesondere östlichen Umlandgemeinden.
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Verkaufsoffene Sonntage sind laut bayernweit gültigem Ladenschlussgesetz an traditionellen Markttagen erlaubt. (© sz.sonstige)
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Eine Entscheidung des Münchner Verwaltungsgerichts aus der vergangenen Woche stärkte nun den Gegnern der Sonntagsöffnung den Rücken: Die "Allianz für den freien Sonntag" aus Kirchenvertretern und Gewerkschaftern will alle Beteiligten an einen Tisch bringen. Die Politiker streiten unterdessen weiter.
Grundlage des Konflikts ist ein Passus im bayernweit gültigen Ladenschlussgesetz. Demnach dürfen Kommunen verkaufsoffene Sonntage an traditionellen Markttagen erlauben. Ob ein Markt traditionell ist oder nicht, darüber wird allerdings schon vor Ort gerne gestritten - und an dieser Frage orientierte sich auch das Verwaltungsgericht München in seiner jüngsten Entscheidung.
"Nicht der Jahrmarkt ist der Grund für die Sonntagsöffnung, sondern die Verkaufsöffnung des Möbelhauses XXXLutz", hieß es. Die Gemeinde Aschheim hatte Lutz das Öffnen zuvor stets erlaubt, erst das Landratsamt München widersetzte sich dem - das Verwaltungsgericht folgte der Argumentation.
Weil die Gemeinde Taufkirchen zu einer ähnlichen Ansicht kam, verbot sie dem Ikea-Haus im vergangenen Herbst die Öffnungen. Zumindest das für Segmüller zuständige Landratsamt Ebersberg sieht indes die Voraussetzungen dort als gegeben, am 25. Juli steht der nächste Sonntagsmarkt an.
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Wiesn-Nachrichten
bayrischen Öffnungszeiten sind generell ein Witz. Vor Jahren bin ich aus einer Kleinstadt in NRW "zugewandert". Ich war doch reichlich erstaunt, dass hier um 20.00 Uhr die Bürgersteige in der Innenstadt hochgeklappt wurden, während ich in meiner alten Stadt bis 22.00 Uhr überall einkaufen konnte.
Samstags in einem "Einkaufszentrum" in einer kleinen Stadt in der Umgebung von München: Ab 13.00 Uhr machen die Läden einer nach dem anderen dicht, keine Absprache, nur der ansässige Supermarkt hat bis 20.00 Uhr geöffnet, man fühlt sich als Kunde aber sehr als Störfaktor, wenn man einkaufen geht.
DAS ist aber sowieso eine Spezialität hier. Service und Freundlichkeit den Kunden gegenüber ist im Handel eher selten zu finden.
bis 20.00Uhr hats auch nur "etwas länger" gedauert (man ist stolz darauf Nachzügler zu sein?), 22.00Uhr wird kommen.
Die Arbeitszeiten haben sich schließlich auch grundlegend geändert, daran sollten die
Ladenöffnungszeiten dann bitte auch angepasst werden. Welche Läden öffnen en
etscheidet der Markt, ob das unter Globalisierung zu verstehen ist?!?
@lisalinde: Damit steht Bayern auf einer Stufe mit: Tiernahrung!
Gemäß unserem Selbstverständnis sind wir eben nicht einer unter vielen. Deshalb ist der Webespot nicht peinlich, sondern eher eine Auszeichnung, die man stolz zur Kenntnis nimmt.
Wenn es um die große Globalisierung geht, ist das Geschrei groß und laut. Aber im Kleinen sind dann doch erstaunlich viele dafür, das ganze Leben und vor allem auch das Leben anderer vollständig dem Kommerz unterzuordnen.
Genau so sehe ich das auch. Freitags bis 22 Uhr wäre doch eine gute Alternative. Warum muss der bayerische Staat wiedermal seine Mitbürger bevormunden und Ladenöffnungszeiten regide vorschreiben? Nur um sich mal wieder aus der Masse anderer Bundesländer hervorzuheben? Immer schön gegen den Strom schwimmen, denn mia san mia.
Übrigens, vor kurzem habe ich Radiowerbung von toom Baumarkt auf SWR 1 gehört: "Jetzt freitags bis 22 Uhr geöffnet! ... außer in Bayern"
Ist das nicht peinlich?
Nein danke, lieber mal unter der Woche bis 22.00Uhr öffnen, aber das dauert erstmal 10 Jahre und wird dann als die große Neuerung gefeiert. Das der Rest der Republik darüber lacht kriegt dann wieder keiner mit hier.
Paging