Die Stadt schafft mehr als 1000 neue Fahrradstellplätze. Parkbuchten für Autos müssen dafür weichen. Das Projekt soll 370.000 Euro kosten.
Am Sonntag werden sie wieder zu Tausenden unterwegs sein: Beim "Radltag" kurven die Münchner auf abgesperrten Straßen durch die Innenstadt. Start ist um 11 Uhr auf der Theresienwiese. Die Aktion ist Teil eines Pakets, mit dem die Stadt den Radverkehr fördern will. Dazu zählt auch, mehr Parkplätze für Fahrräder zu schaffen. Der Bauausschuss machte dazu am Dienstag den ersten Schritt.
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Bald soll die Parkplatzsuche ein Ende haben - zumindest für Radler. (© Robert Haas)
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Für 370.000 Euro sollen bis Ende des Jahres 1154 neue Radlständer an 20 verschiedenen Stellen in der Stadt entstehen - etwa in der Sendlinger Straße, am Rotkreuzplatz und in der Lindwurmstraße. Bis zum Jahr 2014 werden weitere rund 1000 Fahrradständer an stadtweit 41 zusätzlichen Standorten entstehen.
An den neuen Abstellmöglichkeiten können Radler ihr Fahrrad in der Regel so festmachen, dass es mit dem Rahmen und mindestens einem Vorderrad angekettet ist. Zudem bieten die Ständer die Möglichkeit, die Räder zumindest anzulehnen oder mit dem Vorderrad so einzustellen, dass sie nicht umkippen können.
"Die Zeit der Felgenkiller ist damit vorbei", sagt Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher. Als "Felgenkiller" bezeichnen Radler sogenannte Vorderradklemmen - Metallbügel, in die der Radler nur das Vorderrad schieben kann. Was nicht selten dazu führte, dass er später mit einem Achter im Rad nach Hause fuhr.
An vielen Standorten ersetzt das Baureferat auch diese alten Ständer durch die neuen Modelle - was aber manchmal auch dazu führt, dass auf gleicher Fläche weniger Stellplätze zur Verfügung stehen. Die modernen Ständer benötigen nämlich mehr Platz als die alten Vorderradklemmen.
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Wiesn-Nachrichten
Liebe CSU und FDP. Falls es noch nicht angekommen ist. Das ÖL GEHT ZU ENDE und Elektroautos wird auch nicht jeder bekommen da es nicht genügend Rohstoffe auf der Erde gibt, um die Energiespeicher damit herzustellen. Es hilft jetzt nicht, nochmals 1 Mrd € in Autotunnel zu stecken, wenn diese bis zur Fertigstellung nicht mehr befahren werden. Und das ist schon recht bald so. Öl ist zu kostbar, um damit jeden Bürger zu ermöglichen, seine Sonntagssemmel in 500 m Entfernung abzuholen und täglich die Kinder 1000 m Fussweg zu ersparen. Das ist weder eine nachhaltige Verkehrsplanung, noch ist es zukunftssicher. Das ist einfach das Beharren eines kleinen Kindes auf seiner Lieblingseissorte. Die Regionalbahntauglichkeit es 2. S-Bahntunnels wäre ein richtiger Schritt gewesen, eine komende Zukunftskrise zu meistern. Auch der Radverkehr gehört zukünftig zu den Schlüßelmobilitätsformen. Schon deshalb, weil ihr in Berlin das Volk immer Ärmer macht und lieber den Lobbygruppen das Geld hinterher tragt. Schließlich werden auch Straßen auf Maximalleistung ausgebaut, obwohl diese dann 20 Stunden am Tag halb leer sind. Autos stehen ca. 23h am nur rum. Inzwischen erreichen diese schon die 2,5t Klasse, dank der Abwrackprämie zur Stützung von Groß-Pkw! Für die nächste Autogeneration braucht es vermutlich schon eine höhere Führerscheinklasse. Da tut sich dann ein neues Betätigungsfeld für euch auf, da die Parkplätze zu KLEIN und die Straßen zu ENG werden. Ich warte schon darauf, bis die Rathaus CSUFDP größere und breitere Parkplätze/Straßen fordert, damit die 2,5t darauf besser ihre Leistung ausfahren können. Und natürlich müssen auch die Parkhäuser auf die neuen Groß-Pkw auf STEUERZAHLERKOSTEN umgebaut werden. Es gibt keine Verkehrsproblem, es gibt nur eine falsche Verkehrspolitik. Wir können ein Schmerzhaftes erwachen haben (Ölkrise!!!), oder uns zügig vom Öl unabhängig machen und so unseren technischen und wirtschaftlichen Fortschritt erhalten und ausbauen. ÖPNV schafft mehr Arbeitsplätze als in der Ölbranche und im Autobau verloren geht. Am schnellsten lässt sich der Autostau auf den münchner Straßen bekämpfen, wenn die Nutzung des ÖPNV KOSTENLOS ist und/oder die mehrspurige Straßen exklusiv für Radfahrer freigegeben werden, um diese als Schnellradwege zu benutzen. Und das wäre erst der Anfang. Aber leider hängt über Berlin eine lähmungs- und ideenlosigkeitswolke, die von den Lobbygruppen der Öl-Auto-Luft und Straßentra
Ich finde es ja immer wieder lustig, dass Radverkehrsförderung mit Worten wie "Ideologie", "Autofahrer ja nicht benachteiligen" usw. zu torpedieren versucht wird.
Was die Stadt München tut, ist nichts anderes als endlich mal für den Radverkehr in annähernd dem Anteil am Verkehr entsprechenden Beträgen Geld auszugeben. Und dazu gehört auch sowas wie die Marketing-Kampagne, denn "Radfahren findet im Kopf statt" (Jürgen Göttsche, Marl, in mehreren Vorträgen)
Eines steht fest: Auch die paar tausend neue Radlständer werden sehr bald von herrenlosen Retro-Radln besetzt sein, die niemals abgeholt werden :-)
Bei uns im Hof werden jedes Jahr Radl markiert. Radl, an denen die Markierung nach 3 Monaten noch haftet (welche also nicht bewegt werden), werden auf den Schrott geworfen. sollte die Stadt sich auch mal überlegen, hinterm Rathaus und am Bahnhof häuft sich das herrenlose Altmetall.
@Ostbayer:
Das stimmt natürlich, aber Radwege kann man idyllisch in begrünte Parks integrieren, da braucht es keine 6-8 spurigen Asphalt-Autobahnen, wie es an jeder größeren Kreuzung in München üblich ist.
Wie effizient und gut integriert Radwege sein können, das zeigt der extrem schmale und trotzdem sehr stark frequentierte Isarradweg an so mancher Stelle.
Was die Radlinfrastruktur angeht, da gibt es in München jedenfalls massives Verbesserungspotential.
Wie man innerhalb vom mittleren Ring mit der U-Bahn oder gar dem Auto fahren kann ist mir persönlich ein Rätsel, da man bei 95% der Strecken mit dem Radl deutlich schneller von A nach B kommt und flexibler ist. Selbst vom Marienplatz zur Münchner Freiheit und unter der Annahme, dass die U-Bahn bereits unten wartet, schafft man es locker in der gleichen Zeit.
Stimmt ... auch Radler fahren auf Asphalt. Allerdings haben sie auf dem weitaus größten Teil des Asphalts nichts verloren. Der ist nämlich denjenigen vorbehalten, die mit ihren von Modelljahrgang zu Modelljahrgang immer noch dicker und länger werdenden Autos VIEL mehr Platz benötigen als ein Radler. Wieviel Platz wäre auf unseren Straßen zum Gehen, Flanieren, für die Kinder zum Spielen, für neue Rasenflächen und Baumreihen - kurz: Platz zum Leben!, führen nur alle, denen es möglich ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad. So aber quälen sich Radler auf oft veralteten, unpraktisch geführten und zu schmalen Radwegen, die alle paar Meter von einem Auto zugeparkt werden und alles in allem oftmals nichts weniger als lebensgefährlich sind; und die Fußgänger haben auch zuwenig Platz, weil diese Radwege in der Vergangenheit ja meist auf Kosten der Fußwege angelegt wurden. Und wo es keine Radwege gibt, der Radler also auf der Straße fahren darf und muss, wird er oft genug bedrängt und weggehupt, mag er auch noch so regelkonform unterwegs sein.
Man kann nur jede Maßnahme begrüßen, die den Radverkehr und den ÖPNV attraktiver macht. Dazu gehört auch, das Fahrrad sinnvoll abstellen zu können. Und nicht zu vergessen: Von diesen Maßnahmen profitieren in der Summe ja auch die verbleibenden Autofahrer. (Ich leugne nämlich - obschon leidenschaftlicher Fahrrad- und ÖPNV-Befürworter - durchaus nicht, dass auch langfristig ein gewisses Maß an motorisiertem Individualverkehr erforderlich und nicht ersetzbar bleiben wird.)
Was die Herren Ude und Monatzeder angeht: Nur weil diese beiden einen Dienstwagen nutzen, sollten sinnvolle Investitionen in eine umwelt- und menschenverträgliche Mobilität in der Großstadt keinesfalls unterbleiben. Und dass Politiker und andere Persönlichkeiten oberhalb des Normal-Mitbürgers sich mit dem Dienstwagen vorfahren lassen, hat nichts mit Rot-Grün zu tun, sondern ist (noch?) alltägliche Realität. Leider - zeigt das doch nur, welch übertriebene Rolle das Auto in der gesellschaftlichen Wahrnehmung immer noch spielt. Vielleicht ist es aber auch durchaus praktischer und billiger, die Herren Oberbürgermeister und 3. Bürgermeister mit dem Dienstwagen an ihr Ziel zu befördern, als sie - zu Fuß, in der U-Bahn oder mit dem Radl unterwegs - mit einem Tross an Leibwächtern zu versehen, die sie unterwegs vor notorischen Rot-Grün-Hassern beschützen müssen.
Einen angenehmen Sommernach
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