Von Marco Völklein

Die Stadt schafft mehr als 1000 neue Fahrradstellplätze. Parkbuchten für Autos müssen dafür weichen. Das Projekt soll 370.000 Euro kosten.

Am Sonntag werden sie wieder zu Tausenden unterwegs sein: Beim "Radltag" kurven die Münchner auf abgesperrten Straßen durch die Innenstadt. Start ist um 11 Uhr auf der Theresienwiese. Die Aktion ist Teil eines Pakets, mit dem die Stadt den Radverkehr fördern will. Dazu zählt auch, mehr Parkplätze für Fahrräder zu schaffen. Der Bauausschuss machte dazu am Dienstag den ersten Schritt.

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Bald soll die Parkplatzsuche ein Ende haben - zumindest für Radler. (© Robert Haas)

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Für 370.000 Euro sollen bis Ende des Jahres 1154 neue Radlständer an 20 verschiedenen Stellen in der Stadt entstehen - etwa in der Sendlinger Straße, am Rotkreuzplatz und in der Lindwurmstraße. Bis zum Jahr 2014 werden weitere rund 1000 Fahrradständer an stadtweit 41 zusätzlichen Standorten entstehen.

An den neuen Abstellmöglichkeiten können Radler ihr Fahrrad in der Regel so festmachen, dass es mit dem Rahmen und mindestens einem Vorderrad angekettet ist. Zudem bieten die Ständer die Möglichkeit, die Räder zumindest anzulehnen oder mit dem Vorderrad so einzustellen, dass sie nicht umkippen können.

"Die Zeit der Felgenkiller ist damit vorbei", sagt Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher. Als "Felgenkiller" bezeichnen Radler sogenannte Vorderradklemmen - Metallbügel, in die der Radler nur das Vorderrad schieben kann. Was nicht selten dazu führte, dass er später mit einem Achter im Rad nach Hause fuhr.

An vielen Standorten ersetzt das Baureferat auch diese alten Ständer durch die neuen Modelle - was aber manchmal auch dazu führt, dass auf gleicher Fläche weniger Stellplätze zur Verfügung stehen. Die modernen Ständer benötigen nämlich mehr Platz als die alten Vorderradklemmen.

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