Oldschool-Rock'n'Roll, die Europäische Nacht der Fledermäuse und Lach-Yoga: So wird das Wochenende perfekt.
Endlich Freitagabend! Doch was tun? Das kann natürlich jeder selbst entscheiden, doch ein paar Anregungen können nicht schaden. Die sueddeutsche.de-Redaktion stellt jeden Freitag ihr perfektes Wochenende vor.
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Veranstalterin und Tanzlehrerin Christine von Scheidt mit Erich Schubert. Die beiden bewegen sich zu Musik aus den zwanziger bis vierziger Jahren. Der Tanz heißt "Lindy Hop".
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Freitag, 21 Uhr
Rock'n'Roll, Baby! In meinem Fünfziger-Jahre-Outfit (mit mächtiger Haartolle und Polka Dott-Kleidchen) mache ich mich auf den Weg ins Tumult in der Blütenstraße. Die DJs Dominik Domestos und Bomber Noigez legen feinsten Rockabilly und Psychobilly auf, während ich bei der netten, stark tätowierten Dame hinter der Bar einen Gin Tonic bestelle. Angeblich gibt es hier die stärksten Longdrinks der Stadt, deswegen belasse ich es bei diesem einen - und trinke danach nur noch alkoholfrei. Die Nacht ist jung ich habe ja noch einiges vor.
Freitag, 23:30 Uhr
Ich mache mich langsam auf den Weg zur nächsten Location. Auch im 59:1 (Sonnenstraße) gibt es heute Musik der alten Schule. DJ Dragstar serviert Rockabilly, Punk und Oldies auf seinen Plattentellern. "Bop Till You Drop", heißt das Motto. Und so lasse ich zu den Klängen von Elvis, Go Cat Go und vielen anderen guten Bands meine Hüften schwingen.
Samstag, 12 Uhr
Eigentlich glaube ich nicht an Horoskope. Was sagen Geburtsdaten schon über mich aus? Sie geben höchstens über mein Ess-Verhalten Auskunft, denn am Samstagmittag sitze ich im Schwabinger Wassermann. Dort ist das Frühstück nach den verschiedenen Sternzeichen benannt. Ich bin zwar Steinbock, entscheide ich mich aber stets für meinen Aszendenten und bestelle das Widder-Frühstück: eine Käseplatte mit Rührei, Nutella und hausgemachter Marmelade. Dazu gibt es ein Glas frischen O-Saft (alles zusammen: 9,90 Euro).
Samstag, 15 Uhr
Mein kleiner Neffe, freut sich schon seit Tagen auf die Europäische Nacht der Fledermäuse im Asamschlössel im Englischen Garten. Für die Fledermausführung um 19.15 Uhr ist er mit seinen vier Jahren zwar noch zu jung, aber die Ausstellung, Spiele und Bastelaktionen sind genau das Richtige für ihn (kurioserweise beginnt diese "Nacht" nämlich bereits um 14 Uhr). Also packe ich den Kleinen ein (bei schönem Wetter nehmen wir auch einen Fußball mit) und verbringe den Nachmittag mit ihm im Englischen Garten.
Samstag, 21 Uhr
Ich betrete Die Bank. Dort hebe ich aber kein Geld ab, denn Die Bank ist eine Bar in der Müllerstraße. Früher war hier tatsächlich ein Kreditinstitut ansässig, heute legen die meisten Besucher ihre hart verdienten Kröten in Hochprozentiges an.
Samstag, 23 Uhr
Es wird Zeit fürs Pimpernel. Hier hat Freddie Mercury in den achtziger Jahren exzessive Parties gefeiert. Ich halte an dieser Tradition fest und besuche den Laden in der Müllerstraße - in Sichtweite der Bank - regelmäßig.
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