Eon, RWE und Co bejubeln das Atom-Geschenk, die Stadtwerke fürchten Einbußen. Sie fordern einen Ausgleich. In München treffen die Streithähne beim Energie-Kongress aufeinander.
Die Front läuft beim 5. Deutschen Energie-Kongress im Münchener Hilton Hotel quer über das Buffet. Auf der einen Seite, nahe an den Desserts, hat der Energiekonzern Eon seinen Stand aufgebaut. Hier ist man mit dem Atomkompromiss, der am Sonntagabend von den Spitzen der schwarz-gelben Koalition im Kanzleramt ausgehandelt wurde, zufrieden.
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Die Stadtwerke München fürchten durch die längeren Laufzeiten der Atomkraftwerke finanzielle Nachteile. (© lok)
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Auf der anderen Seite, neben Suppe und Vorspeisen, herrscht eher ungläubiges Entsetzen. Die Münchener Stadtwerke haben hier ihre Infotafeln, auf denen sie für regenerative Energien werben. "Das war kein Kompromiss, der da ausgehandelt wurde", sagt Stadtwerkechef Kurt Mühlhäuser, "das war ein schwerer Fehler."
Die Stadtwerke München sehen sich - ebenso wie ihre Kollegen in anderen deutschen Städten - als Verlierer der Entscheidung zur Verlängerung der Laufzeiten. Die Auslastung der städtischen Kraftwerke werde somit sinken, ihre Investitionen - etwa in Kleinkraftwerke - sich nicht rechnen.
Deshalb fordern sie einen finanziellen Ausgleich - und der Vorsitzende der Stadtwerke-Vereinigung, Andreas Filbert, will den zur Not auch vor Gericht einklagen. Nach seinen Berechnungen werden die städtischen Versorger bis zu 4,5 Millarden Euro verlieren. Die Vorsitzende des Deutschen Städtetages, Petra Roth (CDU) pflichtet Filbert bei. Die Stadtwerke bräuchten eine Kompensation, und auch den Kommunen drohe ein Steuerausfall in Höhe von jährlich 300 Millionen Euro, weil die Kraftwerksbetreiber die im Kompromiss vereinbarte Brennelementesteuer mit der an die Kommunen zu zahlende Gewerbesteuer aufrechnen werden.
In München sorgt sich Kurt Mühlhäuser vor allem auch darum, ob man den Weg hin zu den regenerativen Energien weitergehen kann, den die Stadtwerke 2008 eingeschlagen haben. "Innerhalb von drei Jahren haben wir den Anteil der regenerativen Energiequellen in München von vier auf 30 Prozent ausgebaut", berichtet Mühlhäuser, und in seinem Gesicht lässt sich jetzt echte Begeisterung anstelle dem sonst eher ungläubigen Grinsen lesen. "Das wollen wir eigentlich nicht verändern. Aber wenn die Bedingungen immer schlechter werden - und die bestimmen wir leider nicht -, müssen wir sehen, wie es weitergeht."
Schon jetzt gebe es zeitweise Überkapazitäten bei der Stromerzeugung, sagt Mühlhäuser, "und was dann im Zweifel abgeschaltet wird, ist klar: Die Windkraftanlage und nicht das Atomkraftwerk". Treffen wird der Atomkompromiss laut Mühlhäuser vor allem die Stadtwerke, die in Gaskraftwerke investiert haben - der Umweltorganisation Greenpeace zufolge die ideale Brückentechnologie auf dem Weg ins regenerative Zeitalter. Mit der Verlängerung der Laufzeiten werden die Gaskraftwerke unrentabel.
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Wiesn-Nachrichten
Freebird, Sie argumentieren offensichtlich, in dem Sie Ihre Vorstellung von der Welt als "ist halt so" verkaufen - dabei laufen Sie Gefahr, Märchen zu verbreiten. Gerade ist es soweit.
Ich kann Ihnen das recht genau sagen, weil ich momentan bei einem Anlagenbauer arbeite, der u.a. Recyclinganlagen herstellt. Es ist bereits heute wirtschaftlich und sinnvoll, Zellbruch zu verwerten. Wenn ich mir die Entwicklung der Metallpreise angucke, kann ich mir gut vorstellen, dass auch künftig Interesse daran bestehen dürfte. Durch das Recycling kann laut VDI 80% der Primärenergie eingespart werden.
Das Verdrängen eines Problems wird nicht zu seiner Lösung beitragen.
Natürlich ist die Entsorgung der Photovoltaikmodule noch überhaupt nicht erprobt.
Es gibt erst sein wenigen Jahren wirklich relevante Stückzahlen.
Rückläufer werden in 10-15 Jahren frühestens erwartet.
Allerdings gibt es unterschiedliche Technologien und Giftstoffe im Inneren. Diese werden nicht mit einem einzigen Prozess aufspaltbar sein.
Auch die unterschiedlichen Herstellungsländer lassen vermuten, dass gerade in China mit seinen "strengen" Umweltschutzrichtlinien einiges an Giftmüll "elegant" entsorgt wird.
Der Rest____________Nach Angaben des Betreibers wurden jährlich 27,8 Millionen Curie von der gesamten Anlage an die Umwelt abgegeben. Bei der Tschernobyl Katastrophe wurden nach Angaben der IAEO einmalig 50 Millionen Curie aus dem 30 Kilometer großen Katastrophengebiet herausgetragen.
Allein acht zivile Wiederaufbereitungsanlagen sind derzeit weltweit in Betrieb:
Frankreich, La Hague: UP2-800, UP3
Großbritannien, Sellafield: B205, THORP (zur Zeit stillgelegt)
Russland, Chelyabinsk: RT1
Japan, Tokai Mura: Tokai
Indien, Tarapur: PREFRE
Indien, Kalpakkam: KARP
Weiterhin gibt es in vielen Ländern noch ausschließlich militärisch betriebene Anlagen. In den USA wird die Wiederaufbereitung z.B. ausschließlich militärisch betrieben und auch Russland betreibt militärische Wiederaufbereitung. Die jährlich durch Wiederaufbereitungsanlagen abgegebene radioaktive Belastung ist enorm.
Rückblickend kann man davon ausgehen, das das Märchen vom Brennstoffkreislauf aufrecht erhalten wurde um, den Bedarf der Militärs an waffentauglichem Plutonium zu decken. Eine "saubere" Wiederaufbereitung ist auch derzeit technisch überhaupt nicht realisierbar.
Allein in deutschen Kernkraftwerken fallen jährlich mehrere hundert Tonnen ausgedienter Brennelemente an. Ursprünglich sah die Nutzung der Kernenergie unter Wiederaufbereitung der Kernbrennstoffe den so genannten Brennstoffkreislauf vor. Nach mehr als 50 Jahren Nutzung von Kernenergie ist dies aber selbst mit heutiger Technik nicht mehr als eine Utopie.
In einer Wiederaufbereitungsanlage werden Brennelemente mechanisch zerkleinert und in Salpetersäure aufgelöst. Mittels chemischen Prozessen wird Plutonium vom übrigen Atommüll ausgefällt. Diese Prozesse müssen allerdings aufgrund extrem hoher Strahlungsbelastung teilweise vollautomatisch hinter meterdicken Betonwänden ablaufen.
Auch wird die ursprüngliche Menge des Atommülls durch Wiederaufbereitung noch erheblich vergrößert und zudem seine Handhabbarkeit erschwert.
Der größte Teil der Reststoffe fällt nach der Aufbereitung als radioaktive Flüssigkeit an. Dieses Gemisch ist stark ätzend und reichlichst radioaktiv, so dass im ersten Schritt eine Trocknung dieser "Suppe" erfolgt. Daduch kann sie nicht mehr ätzen, sofern sie nicht mit Wasser in Berührung kommt - es fehlt ja die Möglichkeit der Bildung einer Wasserstoffionenkonzentration, die mit dem pH-Wert gemessen wird.
Nun wird dieses feststoffliche, höchstradioaktive Gemisch in einem Spezialofen, der auf 1180 °C erhitzt ist, überführt. So können diverse Stoffe durch ausglühen der Masse - wie in einem Muffelofen - von ehemals gebundenem Sauerstoff oder Kohlendioxid zum Beispiel befreit werden, was die Gesamtmasse leicht reduziert.
Nun werden Glaskügelchen zugefügt, die sich bei der Schmelze mit dem radioaktiven Abfall zusammen tun. In Glaswürfeln gebannt, landen diese radioaktiven Reststoffe für die nächsten 30 Jahre in Stahlbehältern, bevor sie der Endlagerung überstellt werden.
Von Recycling oder einem Kreislauf zu sprechen entbehrt also jeglicher Realität.
Zudem geben Wiederaufbereitungsanlagen im störungsfreien Normalbetrieb erhebliche Mengen radioaktiver Substanzen an die Umwelt ab. Allein in La Hague (Frankreich) werden pro Tag 1,5 Millionen Liter radioaktiven Abwassers in den Ärmelkanal geleitet und gelangen von dort aus in die Nordsee. In Sellafield (Großbritannien) waren es vor der Stillegung der zweiten Wiederaufbereitungsanlage des Komplexes sogar täglich 9 Millionen Liter. Nach Angaben des Betreibers wurden jährlich 27,8 Millionen Curie von der gesamten Anlage an die Umwelt abgegeben. Bei der Ts
Ein alter Hut von den Unmengen Sondermüll auf den Dächern. Damit holt man heute keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Die Module und auch die Produktionsausschüsse bei der Modulherstellung werden längst rezykliert, allein die verwendeten Metalle sind dies Wert. Falls Freebird hier Schulungsbedarf hat, kann ich ihn gern mit ein paar Prospekten über die dazu verwendbaren Anlagen versorgen.
Diese Kreisprozesse vermisse ich bei der Kernkraft....und auch die Bereitschaft der Profiteure, sich um ihren Dreck zu kümmern. Ist schon ein Euro für die Sanierung der Asse geflossen?
Paging