Ein militanter Vegetarier machte seinem Ärger über Fleischverzehr Luft. Das und mehr im Ticker.
Ein militanter Vegetarier hat die Scheiben von zwei Metzgereien eingeschlagen. Wie die Polizei erst am Mittwoch mitteilte, hatte sich der 21-Jährige bereits am 15. Mai in Feldmoching eine Werbetafel gegriffen und sie durch das Schaufenster einer Fleischerei geworfen. Kurz nach der ersten Tat zerstörte er mit einem Fahrradständer die Scheibe einer weiteren Metzgerei. Gestohlen wurde in beiden Fällen nichts.
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Ein militanter Vegetarier hat die Scheiben von zwei Metzgereien eingeschlagen. (© Foto: ddp)
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Die von einem Augenzeugen verständigte Polizei konnte den Randalierer verhaften. Da der Mann nach seiner Festnahme mit Selbstmord drohte, wurde er kurzfristig in eine Klinik gebracht und unter Aufsicht gestellt. Inzwischen ist er aber wieder auf freiem Fuß. Gegen ihn läuft eine Anzeige wegen versuchten Einbruchs. Der Sachschaden beträgt 4500 Euro. Begründet hat der Mann seine Taten damit, dass er gegen die Schlachtung von Tieren sei.
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Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.
Mediziner warnen seit Jahren die Verbraucher vor Medikamentenanreicherungen in Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Es gilt als gesichert, daß Antibiotikaanreicherungen im Fleisch, speziell im Schweinefleisch, die Hauptursache für die hochbrisante Antibiotikaresistenz beim Menschen sind. Immer mehr Menschen sprechen selbst auf hohe Antibiotikadosen nicht mehr an.