Zwei Jahre nach der Tat: Die Frau, die nach einem Wiesn-Besuch von drei Männern mit K.-o.-Tropfen betäubt und vergewaltigt wurde, hat sich bei der Polizei gemeldet. Das und mehr im Ticker.

Der Prozess lief, allein das Opfer fehlte: Nun, rund zwei Jahre nach einer Vergewaltigung am Rande des Münchner Oktoberfests, hat sich das 24-jährige Opfer bei der Polizei gemeldet. Man gehe davon aus, dass die Frau im Herbst 2007 von zwei Männern vergewaltigt worden sei, sagte ein Sprecher der Polizei.

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Die drei mutmaßlichen Täter stehen inzwischen vor Gericht. Im Bild: Ein hölzerner Richterhammer liegt auf der Richterbank. (© Foto: dpa)

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Weshalb die Frau sich jetzt erst gemeldet habe, konnte er nicht sagen. "Sie wird ihre Gründe haben, weshalb sie jetzt erst zur Polizei geht", sagte der Sprecher. Trotz intensiver Ermittlungen und Öffentlichkeitsfahndung suchte die Polizei fast eineinhalb Jahre lang vergeblich nach dem Opfer. Vielleicht hat sich die Frau aus Scham nicht gemeldet - oder weil sie sich nicht an die Tat erinnern konnte.

Der Prozess begann trotzdem: Wichtigstes Beweismittel war bislang das Handy eines Angeklagten, das bei einer Durchsuchung wegen eines Rauschgiftdelikts im Frühjahr 2008 sichergestellt wurde. Auf dem Mobiltelefon fanden die Ermittler zufällig Fotos, die während der Vergewaltigung aufgenommen worden waren.

Während zwei Männer die Frau missbrauchten, schoss ein anderer offenbar die Bilder. Die Polizei fahndete daraufhin mit großem Aufwand nach dem Opfer. Die drei Männer, die zwischen 27 und 30 Jahre alt sind, stehen nun vor Gericht.

Robert F., 29-jähriger Student aus München, und sein gleichaltriger Freund Ignaz Ö., nach eigenen Angaben Online-Marketingmanager, sind die Hauptangeklagten im Prozess. Der Dritte im Bunde: Peter M., 27, Autoglaser.

Fakt ist, dass die drei Freunde die junge Frau am 7. Oktober 2007 auf der Wiesn getroffen und mit in die Wohnung von Robert F. an der Dönnigesstraße in Obersendling genommen hatten. Alkohol und Kokain seien reichlich konsumiert worden, erzählte ein Angeklagter. Während Peter M. zum Geschlechtsverkehr nicht in der Lage war, fielen seine Freunde laut Anklage immer wieder über die Frau her.

Die junge Frau soll voraussichtlich am 12. August als Zeugin vor Gericht aussagen, bestätigte Oberstaatsanwalt Anton Winkler am Dienstag Medienberichte. "Die Vernehmung wird unter Umständen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden."

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