Die Schweizer Schüler gingen brutaler vor, als bisher bekannt. Sie brachen bei dem Prügelexzess in der Innenstadt Münchens einem behinderten Mazedonier fast das Genick.
Bei dem Gewaltexzess Zürcher Schüler in München sind die Täter noch brutaler vorgegangen als bisher bekannt. Der Behinderte, den die Jugendlichen vergangene Woche auf der Suche nach Spaß niederschlugen, überlebte den Angriff nur knapp, wie Staatsanwalt Laurent Lafleur dem Nachrichtenmagazin Focus laut sagte.
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Einer der Angreifer schlug den halbseitig gelähmten Mazedonier demnach bewusstlos und trat dann mit Anlauf und voller Wucht gegen seinen Kopf, der schlaff über die Lehne einer Parkbank hing.
"Man kann nur von Glück reden, dass dem Mann nicht das Genick gebrochen wurde und er starb", sagte Lafleur. Anschließend verprügelten die Schüler noch zwei Landsleute des Mazedoniers, traten einen Versicherungskaufmann fast tot und verletzten einen Studenten mit Faustschlägen.
Die Jugendlichen hatten bei ihrer Abschlussfahrt in München abends innerhalb einer halben Stunde in der Innenstadt fünf Menschen angegriffen. Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "Amoklauf ohne Waffen". Nach eigenen Angaben wollten die Täter aus Spaß "Leute wegklatschen". Drei 16-Jährige sind wegen versuchten Mordes in fünf Fällen in Untersuchungshaft, zwei 15- und 17-Jährige, die auf freiem Fuß sind, müssen mit einer Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung rechnen.
Einer der Täter hatte laut Focus im August 2008 einem Fahrgast in der Zürcher S-Bahn das Nasenbein gebrochen. Eine Überwachungskamera in der Bahn filmte demnach die Tat. Der Täter sei von einem Jugendrichter mit zehn Tage Sozialarbeit und 150 Franken Schmerzensgeld bestraft worden.
Der Prozess gegen die drei Schüler in München wird nicht öffentlich sein. "Das Jugendgerichtsgesetz will hier die Täter, die erst 16 sind, schützen", sagte der Sprecher des bayerischen Justizministeriums, Stefan Lenzenhuber, laut Focus.
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(AP/segi)
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... dann sollten die Schweizer ihren Umgang mit jugendlichen Gewalttätern doch einmal kritisch überdenken. Könnte ja sein, dass die läppischen Strafen missverstanden werden und sich Jugendliche dazu ermuntert fühlen, den Weg der Gewalt fortzusetzen.