Die Programmvorschau der Sendung "XY...ungelöst" gibt brisante Details zum Todesfall der 73-jährigen Münchnerin in Aying bekannt. Die Polizei zeigt sich verärgert.
Bei der Fahndung nach dem Mörder der 73-jährigen Wanderin Luise Z. treten die Ermittler weiter auf der Stelle. Eine vermeintlich heiße Spur hat sich zerschlagen. Das im Egmatinger Forst von einer Wildbeobachtungskamera geschossene Foto zeigt nicht den Täter. Bei dem Mann handelt es sich um einen 42-Jährigen aus dem Landkreis Rosenheim, der laut Pressebericht des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord auf dem Nachhauseweg wegen eines "unaufschiebbaren persönlichen Bedürfnisses" das Waldstück aufgesucht hat.
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Die ZDF-Sendung "xy...ungelöst" hatte in einer Programmvorschau im Internet Details über den Mord einer Rentnerin im Egmatinger Forst preisgegeben. Gesendet wurde der Beitrag bislang nicht. (© Foto: dpa)
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Zehn Tage lang hatte die Soko Kaltenbrunn ihn offiziell als Zeugen gesucht und sein Foto in oberbayerischen Medien verbreiten lassen. Seine Identifizierung sei durch einen Hinweis aus dem Arbeitsumfeld des Lagerarbeiters ermöglicht worden. Er selbst habe die umfangreichen Veröffentlichungen seines Lichtbildes nicht wahrgenommen.
Heiße Spur führt in Sackgasse
Bei ihren Ermittlungen hat die Soko Kaltenbrunn in dieser Woche gleich zwei Rückschläge hinnehmen müssen. Nicht nur, dass die erhoffte heiße Spur in eine Sackgasse geführt hat, seit Mittwoch müssen die Fahnder zudem den Umstand berücksichtigen, dass sogenanntes Täterwissen an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Unter dem Titel "Mord im Wald - Kripo jagt ungewöhnlich grausamen Täter" hatte das ZDF einen Beitrag über den Ayinger Mordfall in der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" angekündigt.
Der Beitrag wurde zwar abgesetzt - offiziell aus technischen Gründen - doch der Sender hatte zuvor in der Programmvorschau im Internet Details zu den Todesumständen der 73-jährigen Münchnerin genannt. "Der Täter erwürgt die Frau, entkleidet sie und zündet sie schließlich an. Am Tatort bleiben lediglich die Sonnenbrille und ein paar Knöpfe des Opfers zurück", stand darin zu lesen.
Beitrag geht nun doch auf Sendung
Hans-Peter Kammerer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, zeigte sich darüber verärgert. Eine Veröffentlichung dieser Details zu diesem Zeitpunkt finde er äußerst unglücklich, sagte er zur SZ. Der Beitrag über den Ayinger Mordfall soll nun in der Aktenzeichen-Sendung am 11. November ausgestrahlt werden.
Wie berichtet, war die 73-jährige Luise Z. aus Neuperlach am Sonntag, 7. Juni, von einer organisierten Wanderung nicht zurückgekehrt. Zwei Wochen später wurde ihre unbekleidete Leiche im Egmatinger Forst entdeckt. Die Soko Kaltenbrunn hofft weiter auf Hinweise auf den Gesuchten unter Tel.: 08122/968-380; oder über das Internet (www.polizei-oberbayern-nord.de).
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(SZ vom 24.10.2009/hs/sonn)
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