Mord an der Isar Polizei sucht Taxifahrer

Blumen und Kerzen am Tatort erinnern an den 31-Jährigen, der an der Isar getötet wurde.

(Foto: Robert Haas)

Neue Hoffnung nach tödlicher Attacke an der Isar: Knapp zwei Monate nach dem Mord an einem Radfahrer hoffen die Ermittler, dass sie ein Taxifahrer auf die Spur des Täters führen könnte. Ein unbekannter Kollege hat ihm von einem auffälligen Fahrgast am Morgen nach der Tat berichtet.

Von Wolfgang Krause

Knapp zwei Monate nach dem Mord an einem 31-Jährigen in der Münchner Erhardtstraße hoffen die Ermittler, dass sie ein Taxifahrer auf die Spur des Täters führen könnte. Nach Angaben eines Polizeisprechers meldete sich ein anderer Taxler und berichtete, dass ihm ein unbekannter Kollege am Morgen nach der Tat von einem auffälligen Fahrgast erzählt habe.

Der Fahrgast habe sich am 29. Mai in den frühen Morgenstunden vom Sendlinger Tor in die Nähe des Gärtnerplatzes und der Corneliusstraße fahren lassen und offenbar versucht, mögliche Verletzungs- oder Kampfspuren zu verdecken. Die Polizei schließt nicht aus, dass es sich bei dem Fahrgast um den Mann handeln könnte, der am 28. Mai gegen 22 Uhr ganz in der Nähe an der Isarparallele den 31 Jahre alten Radfahrer erstochen hat.

Der Täter hatte zunächst ohne Grund der Freundin seines späteren Opfers ins Gesicht gespuckt. Als der 31-Jährige ihn daraufhin zur Rede stellte, rammte er ihm ein Messer ins Herz. Dabei verletzte er sich vermutlich selbst und hinterließ DNA-Material, mit dessen Hilfe ihn die Polizei überführen könnte. Um der Spur nachzugehen, müssen die Ermittler der Soko "Cornelius" allerdings erst einmal den Chauffeur finden.

Taxifahrer, die in den frühen Morgenstunden des 29. Mai einen Mann zum Gärtnerplatz oder in die Corneliusstraße gefahren haben, werden gebeten, sich unter Telefon 089 / 29 10-0 zu melden.