Nur die Sportfreunde Stiller und Schandmaul sind erfolgreicher: Die Münchner Band Faun machen Paganfolk - eine musikalische Mischung aus Orient, Mittelalter und Elektro.
Schaut man sich die Website der Band Faun an, fällt vor allem eines auf: Es ist düster. Faun selbst beschreiben ihren Stil eher als "zauberhaft und mystisch". Die Band hat sich mittelalterlichen Klängen verschrieben und so eine große Schar an Fans angezogen. Bereits jetzt ist Faun die dritterfolgreichste Münchner Band nach den Sportfreunden Stiller und Schandmaul.
Die Musiker der Paganfolk-Band "Faun". Von links: Sandra Elflein, Rüdiger Maul, Oliver Pade, Niel Mitra und Fiona Rüggeberg (© Foto: C. Janik/oh)
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Althochdeutsche Zaubersprüche treffen bei Faun auf Flöten, Harfen und Dudelsäcke. Diese Instrumente kennt man. Allerdings wird es schon schwerer, sich etwas unter einer schwedischen Schlüßelfiedel, Dalvur oder einer Cuister vorzustellen. All das sind sehr alte Instrumente und ihr großes Repertoire stammt nicht nur aus Europa: Dombra, Rebab, Riq, Oud, Darabukka und Bendir sind typische Instrumente aus dem arabischen Raum.
"Wir bieten kein Konzert, sondern ein Event"
Bei diesem Bühnen-Programm entführen die Musiker das Publikum auf eine musikalische Reise in eine vergangene Welt. Faun möchte ihrem Publikum die alten Texte und romantischen Balladen begreifbar machen und übersetzt sie quasi ins Moderne. Altertümliche Instrumente werden unterlegt mit modernem Elektro-Sound. Ihr Musikstil nennt sich Paganfolk. Dieser Ausdruck ist auf Paganismus, zu deutsch Naturreligion, zurückzuführen. Keltischer Folk, mittelalterliche Musik und arabischen Klängen verschmelzen mit treibenden Beats. So kreieren Faun eine ungewöhnliche Kombination aus alt und neu.
"Faun öffnen das Tor in eine vergangenen Welt, eine Welt von beängstigender Schönheit", sagt die Band über sich selbst. Bei den Konzerten geht es aber nicht nur um Musik. Zwischen den Stücken moderieret Bandleader Oliver Pade und stimmt die Zuhörer auf die mystischen Texte ein. Die Musiker erzählen aus alten Sagen und Mythen des Mittelalters. "Wir bieten kein Konzert, sondern ein Event", sagt Pade.
Seit 2002 haben Faun europaweit auf über 350 Konzerten gespielt. Unter anderem auf dem Wave Gotik Treffen Leipzig, dem "Folkwoods"-Festival in den Niederlanden und auf dem Kaltenberger Ritterturnier. Die vier Alben verkauften sich insgesamt über 50.000 Mal. "Totem", das aktuelle Album, errang Platz 78 der deutschen Album-Charts und Platz sechs der deutschen Alternativ-Charts.
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Brasiliens Präsidentin Roussef
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wäre da noch InExtremo...nur mal so..
Einen Überblick über die Mittelalter-Musikszene gibt der Musikwissenschaftler Iwen Schmees in seinem gerade veröffentlichten Buch "Musik in der Mittelalter-Szene.
Stilrichtungen, Repertoire und Interpretation". Hab´s gelesen und kann es jedem Interessierten empfehlen, der einen tieferen, analytischen und kritischen Blick in die Szene werfen möchte.