Von Von Martin Thurau

Sieben Quadratmeter pro Student: Geht nicht? Geht doch! Bitte eintreten.

Wohnraum ist knapp in München. Und als gelte es, diese so richtige wie nicht sonderlich originelle Feststellung nochmals zu unterstreichen, hat das Studentenwerk jetzt einen neuartigen Wohncontainer aufgestellt, dessen Außenmaße eigentlich auf nichts anderes schließen lassen als eine drangvolle Enge. Eine Kantenlänge von nur 2,6 Metern hat der Wohnwürfel; das macht nicht ganz 6,8 Quadratmeter - ein Wert, der womöglich selbst die Baunormen für die Mindestgröße von Kinderzimmern glatt unterläuft.

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Doch die reine Zahl sagt eben nicht viel aus. Der Hightech-Würfel, der den Namen "micro-compact home" (m-ch), trägt, ist ausgeklügelt bis in den letzten Winkel, jeder Zentimeter ausgenutzt. Denn schließlich muss er Platz bieten für das ganze Leben daheim: für Wohnen, Arbeiten, Schlafen, Kochen, Duschen.

Der Londoner Architekt Richard Horden, Professor für Gebäudelehre und Produktentwicklung an der Technischen Universität (TU) München, hat ihn vor gut drei Jahren mit den beiden Münchner Kollegen Lydia Haack und John Höpfner und seinen Studenten entworfen.

Jetzt also steht ein erster Prototyp auf dem Gelände der Studentenstadt direkt am Englischen Garten, bis zum Beginn des Wintersemesters sollen sechs weitere Würfel dazukommen. Und der Mobilfunkbetreiber O2, der das Projekt als Sponsor seit knapp zwei Jahren begleitet, schwärmt bereits von "neuen, innovativen Wohnformen, die zeitgemäß die gewachsenen Anforderungen an Funktionalität und Mobilität erfüllen" sollen.

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