Börsenkurse rutschen weltweit ins Minus, Millionäre treffen sich in München: Veranstalter Obma über die Millionärsmesse in Zeiten der Finanzkrise.
Jachten, Helikopter, Diamanten, Trauminseln und vergoldete Flügel: Während die Börsenkurse weltweit ins Minus rutschen und Regierungen milliardenschwere Rettungspakete schnüren, treffen sich von Donnerstag an die Reichen auf dem Messegelände zur ersten "Millionaire Fair" in München. Veranstalter Klaas Simon Obma über Luxus in Zeiten der Finanzkrise.
Veranstalter Klaas Simon (© Foto: oh)
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SZ: Haben Sie in den vergangenen Wochen überlegt, die Messe abzusagen?
Obma: Vielleicht bin ich etwas blauäugig, aber ich hatte nie Befürchtungen. Wir haben schlechte Zeiten, und alle haben Geld verloren, das ist nicht schön. Aber hier in der Halle ist von Krise nichts zu spüren. Abgesehen davon, dass wir gar nicht mehr absagen könnten: Es gibt kein einziges Unternehmen, das nicht mehr ausstellen will.
SZ: Dabei könnte es doch sein, dass der ein oder andere potentielle Jacht-Interessent derzeit ein Liquiditätsproblem hat.
Obma: Es gibt eine Klientel, die wir wohl diesmal nicht mehr erreichen, das sind die Broker und Finanzdienstleister, da bricht ein Teil weg. Doch ansonsten glaube ich, dass gerade in schlechten Zeiten das Bedürfnis nach Luxus zunimmt. Da sagen viele: Jetzt gönne ich mir erst recht was. Unsere Messe ist ja das Gegenteil der Spekulationsblasen an den Finanzmärkten; die Firmen hier verkaufen Werte zum Anfassen. Aber klar, wenn einer nichts mehr hat, dann kann er auch nichts mehr ausgeben.
SZ: Die Messe pflegt, vorsichtig formuliert, einen sehr offensiven Umgang mit Geld und Reichtum. Das ist in Zeiten einer Finanzkrise, die am Ende alle ausbaden müssen, vielleicht nicht besonders opportun. Haben Sie keine Angst, dass Prominente und Kunden fernbleiben, weil sie sich nicht so exponieren wollen?
Obma: Erstaunlicherweise hat bisher noch keiner gesagt: Mir ist das zu heikel. Im Gegenteil, die Promis fragen in den letzten Tagen nach, wann sie der Limousinenservice nun genau abholt.
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Diese geschmacklose Raffke Beweihräucherung ist nur zum ko....! Man sollte daneben eine "Rückseite der Millionärs ;Medaille"-Ausstellung zeigen : Welches leckere Menü kann ich für 3 /Tag servieren, wie lange muß ich meine Mobilitäts-Euros sparen, daß es zu einem Gebrauchtfahrrad reicht., Wieviel % der H4 Überweisung geht für einen Sarazin Pullover für kalte Winterabende drauf u.s.w.
Wenn ich schon solch einen Satz lesen muss, bekomme ich akute Brechreiz-Schübe!
Zitat:
Wir hatten auf der Messe in Moskau einen mit Swarowski-Steinen besetzten Mercedes, der dort gut ankam.
------Ende des Zitats--------
Aha, jetzt gibts also auch schon Klunkersteine neben dem Mercedesstern im Angebot. Das ganze To-Go natürlich ;-)