Leicht bekleidet in eisiger Kälte: Anwohner haben eine Rentnerin leblos in der Nähe ihres Hauseingangs in Milbertshofen gefunden.
War die Frau vor einem Brand leicht bekleidet in die eisige Kälte geflohen und dann vor ihrer Haustüre erfroren? Hatte die 68-Jährige einen Herzinfarkt erlitten oder hatte sie zu viel Rauch eingeatmet? Fragen, die nun die Kriminalpolizei beantworten muss: Am Sonntagmorgen fanden Anwohner eine Münchner Rentnerin leblos in der Nähe ihres Hauseingangs in Milbertshofen auf dem Boden liegend. Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.
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Die 68-jährige Frau lebte nach Angaben der Polizei alleine in ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung im Hochparterre des Anwesens. "Sie war starke Raucherin und gesundheitlich angeschlagen", sagt Polizeisprecherin Sabine Allertseder. Was in der Nacht von Samstag auf Sonntag passiert ist, ist für die Polizei noch ein Rätsel. Wie weiter ermittelt wird, dürfte sich aus den Ergebnissen der Obduktion ergeben, die für den späten Montagnachmittag angesetzt war.
Die Polizei nahm am Wochenende die Wohnung der Frau in Augenschein und fand in der Küche auf dem Ceranfeld des Ofens verbrannte Asche. Außerdem wies auch die hölzerne Seitenwand neben dem Herd Brandschäden auf. Auch ein Plastikabfalleimer, den die Ermittler in der Küche auf einem Holzschrank entdeckten, war am Boden stark verschmort. Offenbar hatte die Raucherin noch glimmende Zigarettenstumpen hineingeworfen.
Vielleicht hatte sich auf dem Ofen irgendetwas entzündet, die Frau hatte noch versucht zu löschen und dabei zu viel Rauch eingeatmet. Vielleicht war sie panisch und nur mit einem Nachthemd bekleidet nach draußen geflüchtet, dort ohnmächtig geworden und in der eiskalten Nacht erfroren. Die Ermittlungen der Brandfahnder dauern an.
(SZ vom 22.12.2009/wim/sonn)
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