Von Martin Thurau

Der Wissenschaftsstandort München sichert rund 40.000 Jobs in der Stadt. Die Metropolregion München liegt damit im Deutschland-Vergleich vorne.

München ist einer der wichtigsten Wissenschaftsstandorte Deutschlands, die Stadt beherbergt gleich zwei Elite-Unis und weit mehr als ein Dutzend Einrichtungen der Spitzenforschung. Nun gut, das ist soweit bekannt. Doch welchen Einfluss hat diese Ballung auf die gesamte Region? Wirtschaftsforscher der angesehenen Beratungsfirma Prognos haben jetzt nicht nur die Rolle der Wissenschaft für Innovation und Wohlstand detailliert beschrieben, sondern auch Beschäftigungseffekte berechnet.

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Laborarbeit, die sich lohnt. Die Wissenschaft schafft und sichert Arbeitsplätze in München. (© Foto: Robert Haas)

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Danach schafft und sichert die Wissenschaft allein in der Stadt München nicht nur 24.400 Arbeitsplätze in ihren Einrichtungen, sondern "induziert" weitere gut 15.300 Jobs: Zum einen hat auch sie ihre zuliefernden Branchen, zum anderen konsumieren die Angestellten in der Forschung und die 89.000 Studenten in der Stadt ja auch.

Ähnlich sieht der Effekt in der gesamten Europäischen Metropolregion München (EMM) aus: Dort sorgt die Wissenschaft für 58.800 Jobs, 25.400 davon außerhalb der Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Metropolregion? Dabei handelt es sich um eine Art Groß-Großraum, ein Konstrukt, dass sich Raumplaner schon in den Neunzigern ausgedacht haben. Bundesweit gibt es elf solcher Ballungsräume, die laut Prognos für wirtschaftliche Dynamik, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Landes von Bedeutung sind.

Die Metropolregion München deckt nahezu die gesamte Südhälfte Bayerns ab - von Eichstätt im Norden nach Garmisch im Süden und über Augsburg im Westen hinaus.

Weite Teile Nordbayerns sind im Übrigen der Metropolregion Nürnberg zugeschlagen. Den Auftrag für die Studie haben der Interessenverband der EMM und die Stadt München vergeben, um "die Leistungsfähigkeit der Wissensregion zu dokumentieren", wie Marion Schick schreibt. Die designierte Kultusministerin von Baden-Württemberg und noch Personalvorstand der Fraunhofer-Gesellschaft leitet die "AG Wissen" der EMM.

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