Maximiliansbrücke Polizei rätselt über Schuss auf Tram

Totalsperrung auf der Maximiliansbrücke: Nach dem Schuss auf eine Tram hat die Polizei die Ermittlungen übernommen.

(Foto: dpa)

Ein Knall, ein Splittern und ein flüchtiger Unbekannter: Nach dem Schuss auf eine Münchner Trambahn sucht die Polizei nicht nur nach dem Täter. Auch mit welcher Waffe geschossen wurde, ist noch völlig unklar. Testschüsse im Labor sollen nun weiterhelfen.

Von Marco Völklein

Nach dem mutmaßlichen Schuss auf eine Trambahn der Linie 19 am Donnerstagabend haben Spezialisten des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernommen. Die Fachleute werden sich gleichartige Sicherheitsglasscheiben besorgen, wie sie auch in der Trambahn vom Typ Variobahn verbaut wurden - und diese im Labor mit verschiedenen Kalibern und Gegenständen beschießen. So wollen die Beamten herausfinden, mit was genau am Donnerstagabend auf die Straßenbahn auf der Maximiliansbrücke unterhalb des Landtags geschossen wurde.

Nach wie vor gehen die Ermittler "von einem Beschuss der Seitenscheibe" aus, wie es am Freitag hieß. Möglich sei auch, dass eine Softair-Waffe abgefeuert wurde, sagte ein Polizeisprecher. Ein Projektil, das Hinweise auf die mögliche Waffe geben könnte, konnten die Ermittler jedoch weder in der Trambahn noch auf der Brücke sicherstellen. Wie viele Menschen in der Trambahn waren, ist bislang unklar.

Der Zug der Linie 19 war am Donnerstagabend um 17.10 Uhr auf der Maximiliansbrücke in Richtung Innenstadt unterwegs, als ein Fenster auf der linken Seite sprang. Ein Fahrgast hatte daraufhin die Polizei verständigt, zumal er auf der Brücke einen 25 bis 30 Jahre alten Mann mit einem "faustfeuerähnlichen Gegenstand" in der Hand gesehen hatte, so die Polizei. Eine nähere Beschreibung konnte er nicht geben, eine Großfahndung ergab ebenfalls keine Hinweise.

Die Polizei bittet nun Zeugen, die am Donnerstagabend zwischen 17 und 17.30 Uhr auf der Brücke unterwegs waren oder sich in der Tram befanden, sich unter Tel. 2910-0 zu melden.