Lokalverbot für Frankenberger Er muss immer noch draußen bleiben

Rauchern gilt er als Spaßverderber: Sebastian Frankenberger, Initiator des Rauchverbotes, hat in vielen Lokalen immer noch Hausverbot. Auf der Suche nach Versammlungsräumen bekam die ÖDP von drei Lokalen eine Absage - als klar wurde, dass auch der Bundesvorsitzende auftreten würde.

Von Stefan Mühleisen

Ich muss leider draußen bleiben: Frankenberger hat in vielen Lokalen immer noch Hausverbot.

(Foto: Stephan Rumpf)

Der ÖDP-Bundesvorsitzende Sebastian Frankenberger, der vor zwei Jahren das Nichtraucherschutz-Volksbegehren initiierte, hat weiter in vielen Gaststätten der Region Lokalverbot. "Sebastian Frankenberger bei Gastwirten unerwünscht", meldete der ÖDP-Kreisverband München-Land am Montag.

Bei drei Lokalen im Münchner Umland - zwei in Deisenhofen und eines in Taufkirchen - hatte der Kreisvorstand angefragt, um die Aufstellungsversammlung zur Landtags- und Bezirkstagswahl abzuhalten. Als die Wirte hörten, dass Frankenberger auftreten soll, haben sie laut ÖDP-Mitteilung erklärt, dass er in ihrem Hause nicht sprechen dürfe.

Kreisvorsitzende Verena Seifert zeigt sich empört: "Wollen wir jetzt jeden, der einen Gesetzentwurf eingebracht hat, der einigen unliebsam ist, abstrafen, wenn dieser eine demokratische Mehrheit gefunden hat?" Der Kreisverband wich schließlich auf eine öffentliche Einrichtung aus: Frankenberger wird am Freitag, 14. Dezember, im Ottobrunner Wolf-Ferrari-Haus sprechen.

Der ÖDP-Bundesvorsitzende sieht sich seit der Einführung eines strengen Rauchverbots im August 2010 anhaltenden Anfeindungen ausgesetzt. Er hat sogar Morddrohungen erhalten; zudem gibt es eine eigene Facebook-Gruppe "Lokalverbot für Herrn Sebastian Frankenberger".