So wie seine Soulmates. Wer wäre vor Jahren auf die Idee gekommen, Songs von mehr als zehn Minuten Länge zu schreiben, die kein Musikredakteur beim Radio jemals auch nur mit der Kneifzange angefasst hätte?
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Jetzt spielen sie das unglaubliche "Haunted", zehn Minuten und neun Sekunden, fast sechs Minuten ist's ein fast normaler Rocksong, aber dann geht's ab in einer wilden Mischungen aus infernalischen Bass-Läufen, Sax-Gequietsche, messerscharfen Bläser-Riffs - der Zuhörer fragt sich, was er mehr bewundern soll: die unglaublich virtuose Leichtigkeit, mit der das alles hingelegt wird, als sei es gar nichts. Oder die Musikalität - das ist kein angeberisches Gefrickel, wie es oft herauskommt, wenn weniger musikalische Leute die Kollegen beeindrucken wollen. Das ist Musik mit Sinn und Verstand und vor allem: mit Herz.
Es ist die vierte Soulmates-CD, diverse Ableger nicht mit eingerechnet. Nach der letzten Veröffentlichung, Mandoki gibt das zu, hatte ihn so etwas wie eine Schreibblockade ergriffen: Er hatte das Gefühl, es könnte nicht mehr besser werden. Doch dann kam dieser Abend in Dresden, die Soulmates spielten ein Konzert vor einem Wirtschafts-Kongress, und nach dem Auftritt kam Mandoki mit einem Manager, mit dem er befreundet ist, ins Gespräch.
Flachbildschirm im Goldrahmen
"Wir saßen auf der Bühne, um uns herum wurden die Instrumente abgebaut, und wir redeten und redeten." Über Verantwortung im Leben. Über den Druck im Job. Über die Unmöglichkeit des Scheiterns. Um fünf Uhr früh kam Mandoki ins Hotel, setzte sich hin und schrieb "After the Flood", nun das erste Stück auf der neuen CD.
Mandoki sitzt mittlerweile in seinem Büro, ein Flachbildschirm hängt in einem goldenen Bilderrahmen an der Wand, Familienphotos, Hanteln, die nicht so aussehen, als würden sie ständig benützt, Managerbücher, Musiklexika. Noch zwei Seiten seiner Persönlichkeit hat er zu zeigen, nach dem Musiker und dem Intellektuellen. Die eine ist einfach: "Ich bin ein stinknormaler Familienvater", sagt er. Seit 22 Jahren ist er mit Eva verheiratet, die in Weilheim als Ärztin praktiziert. Drei Kinder, Lara, 19, Gabor, 17, und Julia, 15.
Er steht auf und holt einen Brief vom Schreibtisch. "Sehr geehrter, lieber Herr Mandoki" ist die Anrede: Edmund Stoiber schreibt, wie wohl er und Karin sich neulich auf der Soiree im Studio gefühlt hätten, leider könnten sie nicht zur CD-Präsentation Ende August nach Berlin kommen, aber sonst: Immer wieder gerne. Mandoki ist nicht nur ein bekennender CSU-Anhänger, sondern daneben außerordentlich gut vernetzt in Politik und Wirtschaft - mit Angela Merkel ist er bekannt, auch mit Michail Gorbatschow, mit Ferdinand Piëch von VW. "Ich bewundere diese Leute", sagt er. "Diese Tatkraft, diese Entschlossenheit."
Daran fehlt es auch ihm nicht. Wer sonst würde es schaffen, 18 Weltstars des Rock und des Jazz nach Tutzing zu bringen und das beste aus ihnen herauszuholen? Damals in Zirndorf, vor mehr als 30 Jahren, hatte er gesagt, er sei in den Westen gekommen, um mit diesen Leuten zu spielen. Nun, so sieht's aus, hat sich sein Traum erfüllt. "Wenn ich das jemals glaube", sagt Mandoki, "dann höre ich auf."
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(SZ vom 22.08.2009/ksp)
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Lieber User,
Ihre Kritik in allen Ehren, aber ohne eine einzige Begründung können so harsche Worte nicht stehen bleiben.
Wir freuen uns auf Argumente - ansonsten müssen wir Ihren Beitrag leider entfernen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator
Das ist einer der schlechtesten Artikel im Bereich Musik, den ich seit langem gelesen habe. Er strotzt nur so von Halbwahrheiten und Unwahrheiten. Dem Autor ein anerkannter Nicht-Musik-Fachmann ist offenbar von Leslie Mandoki wunderbar eingelullt worden und hat einen Werbeblock veröffentlicht. Es sind einfach zuviele Fehler in dem Artikel, als das man alles aufzählen könnte. Die SZ hat mit der Veröffentlichung bestätigz, dass zumindest partiell keine Kompetenz für einen Hintergrundbericht vorhanden ist. Schade. Ein wirklich überflüssiger Artikel.
Früher Zappa-Fan, jetzt also CSU-Fan...wie tief kann ein Mensch sinken?