Unterföhring Tengelmann sperrt zu

Filiale an der Ahornstraße in Unterföhring schließt am 16. April

Schlechte Nachrichten für Unterföhring: Die Tengelmann-Filiale an der Ahornstraße wird am 16. April ihre Pforten schließen. Das bestätigte Unternehmenssprecherin Justine Zagalak der Süddeutschen Zeitung. Den etwa 20 Mitarbeitern in dem Laden habe man alternative Arbeitsplätze angeboten, sagte sie. Hintergrund der Aufgabe des Standorts ist nach den Angaben Zagalaks, dass der Mietvertrag für den Supermarkt ausgelaufen ist - "und er nicht verlängert wird". Vom Unternehmen aus, nicht vom Eigentümer, dem in München ansässigen Vereins für Volkswohnungen.

Im Gemeinderat hatte die Schließung der Tengelmann-Filiale großes Bedauern hervorgerufen, nicht zuletzt deswegen, weil in diesem Bereich viele ältere Unterföhringer wohnen, die ihre Einkäufe fußläufig erledigen müssen. Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft, PWU) versuchte zu beruhigen: Es werde wieder einen Nahversorger geben, versicherte er in der jüngsten Sitzung. Das habe man in Gesprächen mit dem Vermieter der Immobilie an der Ahornstraße erfahren.

Weiter bestehen bleibt nach Auskunft der Tengelmann-Sprecherin die Filiale am Firkenweg im Unterföhringer Süden. "Die wird nicht geschlossen." Dass ein Laden in Unterföhring aufgegeben werde, habe freilich auch mit der "besonderen Situation" zu tun, in der sich das Unternehmen befinde, sagte Zagalak. Man befinde sich derzeit in einem Prozess, in dem dann eben auslaufende Mietverträge für Filialen nicht mehr automatisch verlängert würden, durchaus auch aufgrund von wirtschaftlichen Eckdaten.

Erst Mitte Januar hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die Übernahme der angeschlagenen Tengelmann-Supermärkte durch Edeka genehmigt. Nicht ausgeschlossen, dass an der Ahornstraße in Unterföhring dann eine Filiale des Handelsriesen eröffnet. Was die Menschen in dem großen Wohngebiet begrüßen dürften.