Unterföhring Kurzschluss legt Traglufthalle lahm

Die Unterföhringer Traglufthalle für Flüchtlinge ist am Donnerstagabend vorsorglich evakuiert worden.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Weil Abgase des Notstromaggregats in die Flüchtlingsunterkunft in Unterföhring gedrungen sind, müssen die 300 Bewohner ins Freie gebracht werden.

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Aufregung in Unterföhring: Am Donnerstagabend um kurz nach 20 Uhr hat ein Kurzschluss im Elektroverteiler die Stromversorgung in der fast voll belegten Unterföhringer Traglufthalle zum Erliegen gebracht. Das Notstromaggregat lief sofort an und verhinderte, dass die Halle in sich zusammenfiel, allerdings waren danach für kurze Zeit Abgase des Geräts in der Halle bemerkbar. Der Sicherheitsdienst in der Unterkunft reagierte aufgrund des Gestanks sofort und evakuierte die Halle vorsorglich.

Die Evakuierung verläuft ruhig und geordnet

Die rund 300 Männer mussten schnell ins Freie gebracht werden, nach Auskunft des Landratsamtes lief die Evakuierung ruhig und geordnet. Unterdessen fuhren mehrere Polizeistreifen und allein sechs Feuerwehrautos der Unterföhringer Wehr mit weithin hörbarem Martinshorn zu der Flüchtlingsunterkunft an der Mitterfeldallee.

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Techniker der Firma Pranet, von der das Landratsamt die Halle angemietet hat, waren ebenfalls sofort zur Stelle und reparierten den Schaden. Innerhalb von nur einer Stunde konnte die Stromversorgung in der Notunterkunft wieder hergestellt werden. Bevor die Männer die Unterkunft wieder beziehen durften, nahm der ABC-Zug München-Land Luftmessungen vor, um sicherzugehen, dass die Gase aus dem Inneren entwichen waren. Erst danach wurde die Halle wieder freigegeben.

Bis der Schaden repariert war, kümmerten sich Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Unterföhring und Ismaning um die Männer, die im Freien warteten. Nach knapp zwei Stunden war der Einsatz vorbei.