Unterföhring Finden statt Fluchen

Auf dem Bürgerfestplatz an der Jahnstraße wird jedes Jahr gefeiert. Künftig sollen Autopendler hier auch parken können.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Unterföhring beschließt den Bau zweier Parkhäuser für das Gewerbegebiet

Im Gewerbegebiet östlich der S-Bahn in Unterföhring arbeiten fast 18 000 Menschen. Viele von ihnen kommen jeden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrer Firma, sehr viele aber nutzen für die Anreise das Auto. Da überrascht es nicht, dass sich auf den Straßen die Fahrzeuge stauen und es gar nicht so leicht ist, dort einen Parkplatz zu bekommen, wenn ein Unternehmen über keine eigene Fläche oder Garage verfügt. Laut einer Untersuchung, welche die Gemeinde Unterföhring bei Fachleuten in Auftrag gegeben hat, fahren an einem normalen Werktag zwischen 7 und 11 Uhr insgesamt gut 5500 Autos von den Kreisverkehren an der Mitterfeldallee in die Diesel- und die Beta-Straße in das Gewerbegebiet.

Um dem Suchverkehr beizukommen, will die Gemeinde Unterföhring nun zwei neue Parkhäuser bauen - eines auf dem Bürgerfestplatz und eines auf dem Grundstück zwischen Beta- und Dieselstraße unweit der Mitterfeldallee. Der Gemeinderat hat zu den Plänen in seiner jüngsten Sitzung das Plazet gegeben. Wie zuvor schon vom Bauausschuss empfohlen, wird am Bürgerfestplatz ein Parkhaus mit Tiefgarage entstehen, in dem bis zu 500 Fahrzeuge abgestellt werden können; am zweiten Standort wird es ein Gebäude mit Tiefgeschoss geben.

Der Verzicht auf die auch dort ursprünglich geplante Tiefgarage reduziert die Kosten um knapp 1,5 Millionen Euro, wie Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (Parteifreie Wählerschaft Unterföhring, PWU) berichtete. Dieses Parkhaus zwischen Beta- und Dieselstraße soll nach Dafürhalten des Gemeinderats als erstes gebaut werden; erst danach wird das Projekt am Bürgerfestplatz realisiert.