Putzbrunn Feiern im Gewerbegebiet

In der Ortsmitte von Putzbrunn ist kein Platz für Festivitäten. Der Stadel könnte im Gewerbegebiet entstehen.

(Foto: Schunk)

Putzbrunn schafft die ersten Voraussetzungen für den Bau eines Feststadels für die Burschen.

Von Stefan Galler

Der Putzbrunner Burschenverein darf darauf hoffen, dass womöglich in naher Zukunft ein Feststadel auf Gemeindegebiet errichtet wird. Der Gemeinderat hat zuletzt beschlossen, dass die Verwaltung die entsprechenden Voraussetzungen dafür im künftigen Flächennutzungsplan schaffen möge.

Umstritten war dabei zunächst, welche der insgesamt fünf von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagenen grundsätzlich geeigneten Flächen nun weiter in Blick genommen und in den Nutzungsplan eingearbeitet werden soll. Letztlich entschied sich eine breite Mehrheit des Gremiums dafür, einen solchen Stadel in der Erweiterung des künftigen Gewerbegebietes Ost anzusiedeln.

Putzbrunns Bürgermeister dämpft Erwartungen

Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) dämpft jedoch die Erwartungen auf eine rasche Realisierung: "Wir haben damit lediglich die baurechtlichen Grundvoraussetzungen für einen solchen Feststadel geschaffen. Aber damit ist überhaupt noch nicht geklärt, ob eine Realisierung möglich ist. Da reden wir ja auch über nicht unwesentliche Kosten."

Es gebe auch innerhalb des Gemeinderates Stimmen, die eine weitere Veranstaltungsstätte für nicht notwendig halten, sagt Klostermeier und nennt als Beispiel für diese Argumentation das erst vor wenigen Jahren erst komplett sanierte und wieder neu eröffnete Bürgerhaus. "Aber es ist auch fraglich, ob für solche Feste, wie sie der Burschenverein feiert, dieses Gebäude tatsächlich geeignet ist."

Favorit ist ein Standort im Gewerbegebiet Ost

Es geht um Brauchtums- und Volksfeste, etwa zum Maifeiertag. Bislang fanden solche Veranstaltungen stets in den Scheunen von Putzbrunner Landwirten statt, doch "der Burschenverein will etwas eigenes, auch damit sie dort mal was lagern können", sagt der Rathauschef. Gemeinderat Alfons Meßner (CSU) hatte eine Fläche südlich des Terrassenhauses zwischen Münchner Straße und Bürgermeister-Jakob-Straße präferiert, ein zentral gelegener Ort, der von allen Gemeindeteilen aus gut zu erreichen wäre.

Allerdings gibt es auch Gründe, die gegen diese Lokalität für einen Feststadel sprechen: Die fehlende Erschließung, das Wegfallen der Fläche, die eigentlich für Kinder und Jugendliche vorgesehen ist und vor allem die Störung der Anwohner. Letztlich ging die Abstimmung über diese Variante mit 10:11 verloren.

Nun scheint es also auf einen Standort im Gewerbegebiet Ost hinauszulaufen, für Bürgermeister Edwin Klostermeier auch deshalb sinnvoll, weil es dort gerade an Wochenenden ausreichend Parkplätze gibt und man das Grundstück für andere gemeindliche Zwecke nutzen könnte: "Ein gutes Areal, um auch mal einen Markt dort zu veranstalten, mit dem Dorffest auszuweichen, wenn das Wetter schlecht ist oder den Christkindlmarkt dort stattfinden zu lassen."