Plakat zum Volksentscheid Kinder gegen Raucher

Die Mobilisierung für den Volksentscheid geht in die heiße Phase: Während die Befürworter des strikten Rauchverbots mit einer Kinderzeichnung um Unterstützung werben, setzen die Gegner auf Provokation.

Gegner und Befürworter des strikten Rauchverbots bringen sich in München in Stellung: An diesem Montag haben Vertreter des Aktionsbündnisses für den Nichtraucherschutz in München ihr Plakat zum Rauchverbot in Festzelten vorgestellt.

"Kinder würden rauchfreie Festzelte wählen": Friedrich Wiebel, Vorsitzender des Ärztlichen Arbeitskreises Rauchen und Gesundheit e.V., präsentiert vor dem Rathaus in München ein neues Plakat der Befürworter des Rauchverbots.

(Foto: dpa)

"Kinder würden rauchfreie Festzelte wählen" steht darauf. Kinder litten besonders stark unter Zigarettenqualm, begründet Friedrich Wiebel, der Vorsitzende des Ärztlichen Arbeitskreises Rauchen und Gesundheit, die Wahl des Motivs.

Womit die Rauchverbots-Gegner dagegen halten? Auch mit Plakaten. Und mit Provokation. Darauf zu sehen: Die Abbildung eines Hinterteils mit Arschgeweih. Seit ein paar Tagen sticht dieses aufreizende Motiv dem aufmerksamen Münchner geradezu ins Auge. "Verbote sind für'n Arsch" ist über dem Hinterteil zu lesen.

Mit diesem Motiv versucht der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) die Bürger dazu zu bewegen, beim Volksentscheid mit einem "Nein" zum strikten Rauchverbot zu stimmen. Am 4. Juli entscheidet Bayern in einem Volksentscheid über ein striktes Rauchverbot in der Gastronomie.