Kriminalität Wieder Einbruch in Taufkirchner Schule

Einbruchsserie in Sonneberg ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Mann demonstriert am 10.04.2015 in der polizeilichen Beratungsstelle in Frankfurt am Main (Hessen), wie einfach es für einen Einbrecher wäre, mit Hilfe eines stabilen Schraubenziehers ein geschlossenes Fenster von außen zu öffnen. Am 04.11.2015 informiert der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) über die Entwicklung der Wohnungseinbrüche in Bayern. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa (zu lth ´Rund 140 Einbrüche in und um Sonneberg - Polizei fasst Verdächtige" vom 04.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Unbekannte dringen in der Nacht auf Mittwoch in die Mittelschule an der Pappelstraße ein. Anders als bei dem Einbruch im Sommer waren sie aber nicht auf Zerstörung aus, sondern suchten nach Wertsachen.

Von Iris Hilberth, Taufkirchen

Die Mittelschule Taufkirchen ist offensichtlich ein beliebtes Ziel für Einbrecher. Erneut haben sich in der Nacht zum Mittwoch Unbekannte gewaltsam Zugang in das Gebäude an der Pappelstraße verschafft. Wie die Polizei mitteilt, hebelten die Täter eine Außentür des Schulhauses auf und durchsuchten anschließend verschiedene Büros. "Die Einbrecher haben gezielt nach Wertsachen gesucht", stellte der Leiter der Polizeiinspektion Unterhaching, Stefan Schraut fest. Was genau entwendet wurde, stehe noch nicht fest: "Der Sachschaden ist aber erheblich, er beträgt mehrere tausend Euro."

Es war nicht das erste Mal, dass die Mittelschule nachts aufgebrochen wurde. Bereits im vergangenen Sommer war sowohl dieses Gebäude als auch die benachbarte Grundschule von Einbrechern heimgesucht worden. Während sich der Schaden an der Mittelschule damals noch in Grenzen gehalten hatte, wurde er nebenan in der Grundschule auf 300 000 Euro geschätzt.

Die Polizei glaubt nicht an einen Zusammenhang

Hier hatten im August bis heute unbekannte Täter die Schule so stark verwüstet, dass zunächst nicht klar gewesen war, ob zu Schulbeginn Mitte September wieder ein ordentlicher Betrieb möglich wäre. Möbel waren zertrümmert worden, Computer zerstört und das Lehrerzimmer verwüstet. Ob diese Tat mit dem jüngsten Einbruch in die Mittelschule in Zusammenhang steht, werde derzeit noch ermittelt, sagte Schraut.

Einbrecher verwüsten Grundschule

Unbekannte brechen in die Taufkirchner Grundschule ein und richten einen Schaden von 300 000 Euro an. Fast hätten sie die Schule auch noch angezündet. Von Stefan Galler mehr...

Er hält es jedoch eher für unwahrscheinlich, dass hier die selben Täter zugange waren. "In der Grundschule hatten wir es mit Vandalismus zu tun und es wurde kaum etwas gestohlen", erinnert Schraut an die Vorgänge im vergangenen August. Bei dem aktuellen Fall hingegen seien zwar die Türen aufgebrochen, ansonsten aber nichts verwüstet worden. So konnte der Unterricht am kommenden Morgen auch ganz normal stattfinden.

Auch der Einbruch in die Grundschule ist noch nicht aufgeklärt

Gleichwohl dauern die Untersuchungen in beiden Fällen noch an. Denn auch die Verwüstung der Grundschule ist noch nicht aufgeklärt. "Die Spurenauswertung läuft noch immer", bestätigte Schraut. Es seien damals sehr viele DNA-Spuren gesichert worden, begründet er die Dauer der Untersuchung.

Warum gerade die Schulhäuser an der Pappelstraße in Taufkirchen am Wald immer wieder von Einbrechern heimgesucht werden, kann Schraut nicht sagen. "Es gibt Täter, die sich auf Schulen, oder zumindest auf öffentliche Gebäude spezialisiert haben." Auch wenn es dort nur wenige Euro aus der Getränkekasse zu holen gebe. Schraut erinnert an eine Serien von Aufbrüchen in Kindergärten, "da wurden dann fünf Euro und ein Apfel geklaut."

Bewegungsmelder und Panikschlösser sollen Einbrecher abhalten

Die Grundschule am Wald hat inzwischen einige Umbauten vorgenommen, um sich besser vor nächtlichem Besuch zu schützen. So wurden Bewegungsmelder installiert und die Feuerschutztüren mit sogenannten Panikschlössern versehen, die sich zwar von innen, jedoch nicht so leicht von außen öffnen lassen.

Auch die Lichtkuppeln in der Decke, durch die die Täter damals in das Gebäude gelangten, wurden zurückgebaut. Schraut kündigte an, dass ein Kontaktbeamter sich mit der Mittelschule in Verbindung setzen werde, um auch dort eine Empfehlung für eine verbesserte technische Prävention zu erarbeiten. "Das ist ein kostenloses Sicherheitskonzept", betont er. Ganz einfach sei das nicht, denn schließlich wolle man die Schule zwar sicherer machen, aber auch nicht wie "Fort Knox" ausbauen.