Ismaning Waben zum Spielen, Essen, Schlafen

Bürgermeister Alexander Greulich mit Andreas Nies und Andreas Nuß (von links) vom Büro Gessert und Randecker mit dem Siegermodell.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Architekten entwickeln fantasievolle Ideen für die neue Kindertagesstätte in Ismaning

Von Irmengard Gnau, Ismaning

Das Äußere eines Gebäudes wirkt sich auch auf die Aufenthaltsqualität darin aus, davon sind zumindest viele Architekten überzeugt. Umso wichtiger also, dass sich gerade Kinder in den Häusern wohlfühlen, in denen sie viel Zeit verbringen. In der neuen Kindertagesstätte am Seidl-Kreuz-Weg in Ismaning könnte das gelingen, zumindest wenn man die Modelle betrachtet, die Architektenbüros nun für das Projekt vorgestellt haben. Da sieht man fantasievolle Dachgestaltungen und fließende Formen, großzügige Spielräume und grüne Außenbereiche.

Die Gemeinde hatten einen Wettbewerb ausgelobt, um das am besten geeignete Modell für den Neubau mit zwei Kindergarten- und vier Krippengruppen zu finden. Obwohl die Kommune unter Zeitdruck stehe - durch steten Zuzug und Geburten wächst Ismaning in rasantem Tempo -, erklärte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD), sei man sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Der Erkenntnisgewinn sei groß gewesen, die Gemeinde hofft, davon auch in der Zukunft profitieren zu können.

Tatsächlich zeugen die Entwürfe, die aus dem Wettbewerb hervorgegangen sind, von einer äußerst vielfältigen Herangehensweise an die Aufgabenstellung. Knapp hundert Kinder sollen in dem Gebäude spielen, essen und schlafen können. Sie sollen innen wie außen möglichst viel Freiraum genießen können, aber auch Rückzugsorte finden. Nicht zuletzt soll die Kita gut in die Umgebung passen: Südlich des Seidl-Kreuz-Wegs entsteht in den kommenden Monaten ein großes Neubaugebiet mit Miet- und Eigentumswohnungen. Westlich bekommen die Kinder die Schüler des neuen Gymnasiums als Nachbarn. Gegenüber im Norden liegt die bestehende Siedlung.

All diesen Ansprüchen besonders gut entsprochen hat nach Ansicht der Juroren der Entwurf des Büros Gessert und Randecker aus Stuttgart, ein Flachbau, der wabenartig drei geschwungene Baukörper verbindet. Auch das zweistöckige Modell von Friedrich, Poerschke, Zwink Architekten aus München mit einer grünen Rutsche als Aufgang überzeugte, ebenso wie die Idee des Münchner Büros Neuburger, Bohnert und Müller mit einer unregelmäßig angespitzten Dachsilhouette.

Die drei Büros wurden für ihre Entwürfe ausgezeichnet. Mit ihnen tritt die Gemeinde nun in weitere Verhandlungen. Auch dabei gilt es, keine Zeit zu vergeben: Noch in diesem Jahr will Ismaning mit den Planungen beginnen; Baubeginn soll 2018 sein.

Die Wettbewerbsarbeiten sind bis 6. Mai jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie am 4. Mai auch von 16 bis 18 Uhr im Gewölbesaal im Torfbahnhof, An der Torfbahn 3, in Ismaning zu sehen.