Aying Feste feiern

In den Freisinger Traditionen taucht der Name Eiinga zum ersten Mal schriftlich auf. Bürgermeister Johann Eichler präsentiert das Faksimile.

(Foto: Claus Schunk)

Die erste urkundliche Erwähnung liegt 1225 Jahre zurück. Auch St. Nikolaus hat Jubiläum

Fast unbemerkt ist der historische Tag vergangen. Dabei hätte Aying allen Grund, mit großem Trara zu feiern. Es war der 6. März 791, also fast genau vor 1225 Jahren, als der Ort erstmals schriftlich erwähnt wurde. Zu verdanken ist das dem frommen Rihperht, der von Bischof Atto zum Diakon geweiht wurde. In den Freisinger Traditionen ist festgehalten, dass Rihperht seinen Besitz in "Eiinga" - "eine Hofstatt mit Haus und allen auf dem Hof befindlichen Gebäuden und etwas Land" - der Kirche übergab. Das bedeutet zwar nicht, dass Aying tatsächlich erst 1225 Jahre alt ist, aber immerhin ist die erste urkundliche Erwähnung ein gutes Datum, um ein Feierjahr einzuläuten. Zumal es heuer noch diverse andere Feste zu feiern gibt, wie die Archivarin Franziska Ahlborn berichtet. So wird die Filialkirche St. Nikolaus 650 Jahre alt und die Schutzgemeinschaft Hofoldinger Forst besteht seit 50 Jahren. Und da Aying und Bier seit Jahrhunderten eine feste Einheit bilden, muss natürlich auch gefeiert werden, dass das Reinheitsgebot seit 500 Jahren gilt.

Das alles soll in einer Ausstellung thematisiert werden, die am 23. September eröffnet werden soll. Wie Ahlborn berichtet, wird die Ausstellung gemeinsam mit der Brauerfamilie Inselkammer organisiert und findet im Sixthof statt, dem Heimatmuseum in Aying. Passend dazu sind auch Fachvorträge geplant.

Doch als sichtbares Zeichen der Historie hat die Gemeinde das Faksimile der Urkunde rahmen lassen, deren Original sich im Hauptstaatsarchiv befindet. Sie soll im Sitzungssaal aufgehängt werden, gleich neben der Urkunde von Helfendorf aus dem Jahr 772. Das bedeutet: 2022 ist das nächste Fest fällig. 1250 Jahre Helfendorf.