Laim Familie flüchtet vor Mann mit Messern

Familie in Angst: Ein Unbekannter bedroht in Laim ein Ehepaar und seine beiden kleinen Söhne. Als der Vater fragt, was los ist, wetzt der Mann die Messer. Nun fahndet die Polizei nach ihm.

Von Florian Fuchs

Ein etwa 30 Jahre alter Mann ist am Samstag vor einem Anwesen an der Wilhelm-Riehl-Straße in Laim mit zwei Messern in den Händen auf ein Ehepaar und seine beiden zwei und drei Jahre alten Söhne losgegangen. Trotz einer Sofortfahndung, bei der die Polizei auch mit einem Hubschrauber suchte, haben Einsatzkräfte den Angreifer nicht mehr gefunden.

Wie die Mutter erzählte, habe sie gerade mit ihrem Mann und ihren Söhnen zum Spielplatz gehen wollen, als plötzlich der Mann mit den zwei Messern vor ihr gestanden sei. "Er hat uns angestarrt, mein Mann hat ihn deshalb in normalem Ton gefragt, was los ist. Da hatte mein Mann die Messer noch nicht bemerkt gehabt", sagte die 28-Jährige. Der Angreifer habe daraufhin die Frage nachgeäfft und die beiden 20 bis 30 Zentimeter langen Küchenmesser aneinander gewetzt. "Dann wollte er auf meinen Mann losgehen."

Die Mutter flüchtete mit ihren Söhnen zur Seite, der Familienvater rannte zurück in sein Wohnhaus und schloss die Tür. Der Angreifer habe allerdings nicht versucht, die Tür zu öffnen. Stattdessen habe er sich umgedreht und sei in Richtung Mutter und Söhne gegangen. "Ich konnte nicht flüchten mit den zwei Kleinen, da wäre ich nicht weit gekommen", sagte die Mutter. "Also habe ich meine Söhne hinter mich geschoben."

Der Mann hat sich aber offenbar nicht für die Frau und die Kinder interessiert. "Er hat uns nur böse und intensiv angeschaut und ist dann an uns vorbeigegangen." Die 28-Jährige kann sich den Angriff nicht erklären. "Ich vermute, dass er geistig ein bisschen verwirrt war." Er sei schon zuvor in der Straße spazieren gegangen, vielleicht habe er nach einem Opfer gesucht.

Laut Aussagen von Zeugen ist der Mann etwa 1,70 Meter groß und 90 Kilogramm schwer. Er hat ein dickes, rundliches Gesicht, helle Haut, einen ungepflegten Dreitagebart, dunkelblonde Haare, grün-blaue Augen und spricht deutsch. Zum Zeitpunkt des Vorfalls in Laim trug er eine schwarze Wollmütze, eine schwarze Winterjacke mit einem blauen Querstreifen auf der Brust, eine schwarze Arbeitshose mit Seitentaschen und schwarze Stiefel.

Offenbar flüchtete er in Richtung U-Bahn. Die Polizei hat die Aufnahmen der nahegelegenen Bahnhöfe gesichert und wertet die Videos aus. Hinweise an Telefon 089/29 10-0.