Von Sven Loerzer

Die grausigen Geschichten aus dem Altenheim-Alltag haben leider keinen hohen Stellenwert im öffentlichen Bewusstsein.

Wundgelegen; die Windel nicht gewechselt; nur einmal im Monat gebadet. Ginge es um Kinder, wäre der Ruf nach dem Staatsanwalt unüberhörbar. Aber die grausigen Geschichten aus dem Altenheim-Alltag haben leider nicht denselben Stellenwert im öffentlichen Bewusstsein.

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Dabei ist die Lage in München immer noch besser als in vielen anderen Städten: München hat 1997 die erste Beschwerdestelle für den Altenpflegebereich eingerichtet und als einzige Stadt weit und breit eine schlagkräftige Heimaufsicht installiert. Beide Institutionen zusammen bringen die grundsätzlichen Probleme in der Altenpflege ans Licht.

Andere Gemeinden wollen von Beschwerden lieber nichts wissen. Doch auch in München ist es vom parteiübergreifenden politischen Konsens, die Pflege zu verbessern, noch ein weiter Weg zu einer gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz als Garantie dafür, dass alte Menschen respektvoll behandelt werden.

Dass sie Zuwendung und eine gute Pflege bekommen - also genauso versorgt und betreut werden, wie dies bei Kindern üblich ist - ohne endlose Diskussionen über Kostenfragen.

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