Wer denkt, Münchner würden beim Ausgehen nur oberflächliche Konversation betreiben, irrt. Denn nie ergeben sich so gute Gespräche wie spät nachts.
Die Kommunikation der Münchner untereinander ist schon eine sehr eigene - zumindest nachts in einer Bar. Sie beginnt mit: Bussi links, Bussi rechts. Dann: "Mei, Servus, Spatzl, wie geht's dir?" - "Griaß di, super geht's, magst einen Prosecco?"
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Nachts, wenn der Barkeeper schon den Tresen putzt und an Feierabend denkt, ergeben sich oft die besten Gespräche. (© Foto: istock)
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Oft ist die Unterhaltung damit schon wieder erledigt und der Münchner wandert nach dem Anstoßen weiter zum nächsten Bekannten. Dabei kann man schon froh sein, überhaupt begrüßt zu werden. Viele Auswärtige und Neumünchner behaupten, dass in unserer Stadt keiner mit jemandem rede, den er nicht zumindest über eine andere Person kennt. Alle anderen ignoriere der Münchner gnadenlos - mit Ausnahme des Barkeepers.
Der Grund dafür sei, dass niemand in dieser Stadt Lust auf ein Gespräch mit jemandem habe, den er sowieso nie wieder sehe. Im Sinne von "time is money". Oder auch: "Der Aufwand eines Gesprächs lohnt sich nur, wenn hinterher Geschlechtsverkehr garantiert ist", wie ein stadtbekannter Aufreißer, im Nebenberuf DJ, stets zu sagen pflegt.
Die meisten Münchner stehen - laut dem vorherrschenden Vorurteil - doch sowieso nur bewegungslos und so cool wie nur irgendwie möglich am Tresen, damit sie ja mit niemandem reden müssen und niemand hinter ihre aufgesetzte Fassade blicken kann.
Mit den Leuten, mit denen der Münchner Nachtmensch redet, gestaltet sich die Kommunikation dann in gewissen Sprachcodes. Gerade jüngere Münchner spicken ihre Gespräche gerne mit zahlreichen Insider-Ausdrücken und Anglizismen. Ein paar Beispiele für diesen Münchner Ghettoslang: "Upstyler" (jemand, der gut gekleidet ist), "Weizenspoiler" (Bierbauch), "Laugenbrezl" (jemand, der einen dunkleren Teint hat), "Bist wohl unterhopft?" (Du bist so unlocker, hast wohl noch zu wenig getrunken?), "From the heart - to the heart" (zwischen uns beiden gibt es eine gewisse Verbindung).
Auch mit typisch bayerischen Beleidigungen wirft der Münchner gerne um sich. "Halt doch du dei' Maul" - "Zipfeklatscher" - "Breznsalzer" - um nur einige zu nennen - sind durchaus gängige Ausdrücke. Da kann man sich als Ahnungsloser schnell mal beleidigt fühlen.
Doch die Münchner sind besser als ihr Ruf. Denn nicht trotz, sondern gerade zu fortgeschrittener Stunde sind sie durchaus zu fundierten Gesprächen fähig. Nach ein paar Gläschen lockert sich die Zunge jedes noch so Schweigsamen, jeder noch so Schüchterne verliert seine Hemmungen und von manchem Zeitgenossen fällt auch die jegliche Aufgeblasenheit und Arroganz völlig ab.
Lesen Sie auf Seite 2, was die Münchner nachts in Kneipen suchen.
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also ich find's immer wieder unterhaltsam.
mit der wirklichkeit hats selten was zu tun. aber es ist zumindest so formuliert, dass sich jeden donnerstag die leute dazu äußern müssen. irgendwas muss es ja haben, wenn man dann trotzdem nächsten donnerstag wieder herschaut.
aber jetzt mal hand aufs herz - wer sich ernsthaft über bars und clubs in seiner tageszeitung informieren möchte, ähmm..... das ist so als würde man in bild nach literaturtipps suchen...
stereotypen austrampeln - füllzeilen - wenig spannenende story.
so ist das zusammenzufassen.
für die "sprachcodes" bin ich wahrscheinlich einfach zu alt mit 26 aber trotzdem glaub ich nicht, dass jemand so ein schmarrn ausserhalb der schulhofes verzapft.
ich dachte ich wäre die letzten oft genug unterwegs, aber beleidigt hat mich eigenlicht noch niemand - und unterhalten kann man sich in münchens kneipen eigentlich auch ganz gut vor 12 uhr und ohne besoffen zu sein!
ich glaube es ist der druck, spätestens donnerstag die kolumne zu füllen. dann kommt so was raus. nehmen sie sich den druck...
Das glaub ich auch (persönliche Überwachung). Ohnehin ist mir schleierhaft, dass die sz diese bislang völlig überflüssige (da ohne Inhalt oder Unterhaltung) Kolumne so weiterführt. Lasst doch mal jemand anderen einen Versuch machen. Viel schlechter kanns nicht werden.
Man fragt sich - nicht zum ersten mal - nach dem Sinn dieser Kolumne. Anstatt auch nur irgendeine Information zum Münchner Nachtleben zu erhalten, gibt es immer wieder detailiert Einblicke in das "spannende" Privatleben der Autorin. Klasse.
ok, ich seh's sportlich - 2.versuch! nun probier ichs ohne bezüge zu paarhufigen borstentieren
@oweh.
potztausend. ich hab auch keine lust für den zugriff auf online-medien zu zahlen.
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