Auf dem Disco-Kiez zwischen Maximiliansplatz und Sendlinger Tor boomt die Club-Szene. Doch eine Sache stört dabei gewaltig.
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Na ja, zumindest war die Begeisterung unter den Münchner Nachtschwärmern recht groß. Das Harry Klein zieht von den Optimolwerken in die Innenstadt. Dieses Gerücht an sich war in der Stadt schon länger im Umlauf, allerdings wusste niemand genau, wo sich der Elektro-Club niederlassen wird.
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Der Eingang zur Milchbar in der Sonnenstraße liegt direkt neben der Sex-World. (© Foto: Heddergott)
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Um die neue Adresse wurde ein Staatsgeheimnis gemacht, als würde Angela Merkel demnächst nach Schwabing ziehen. Irgendwie verständlich, Geheimnistuerei heizt schließlich die Neugierde unter den Gästen an. Seit letztem Freitag ist es nun offiziell: Die Sonnenstraße wird die neue Adresse des Harry Klein.
Ach, schon wieder die Sonnenstraße, denkt man sich. Diese hässliche, unattraktive Hauptverkehrsader im Zentrum Münchens zieht in jüngster Zeit Clubs an, wie das Licht die Motten. Den Startschuss für den Hype gab im März 2004 der Cord Club. Zu Britpop-Klängen schlürft man dort bis heute seinen Longdrink vor der riesigen Panoramascheibe im ersten Stock, blickt hinaus auf den nächtlichen Verkehr Münchens und kommt sich irgendwie urban vor. Damals war das noch etwas Besonderes, die trashige Gegend galt irgendwie als hip.
Dann folgten langsam aber sicher immer mehr Clubs in die Sonnenstraße. Neben dem New York Club für Schwule auf der anderen Straßenseite hatte 2003 bereits der kleine Indie-Club Monofaktur aufgemacht, heute ist dort das 59:1 beheimatet. Die Monofaktur war für das Münchner Nachtleben allerdings nie von großer Bedeutung, da etabliert sich das 59:1 aktuell schon besser - vor allem wegen seiner guten Live-Konzerte.
Ende 2004 kam dann der Woandersclub, in den Räumlichkeiten der heutigen Milchbar. Der W-Club, wie er von seinen Gästen genannt wurde, brachte die Coolness in die Sonnenstraße - zumindest für zwei Jahre, dann war Schluss.
Vor ein paar Monaten zog nun das 8seasons (ehemals in der schicken Maximiliansstraße beheimatet) in die Isarpost am Sendlinger Tor, am Stachus gibt es seit kurzem das Chez Nous, ein House-Club, der erst noch bekannter werden muss. Und nun ab November also auch noch das Harry Klein.
Im Grunde kann man zu diesem Disco-Kiez auch noch den Maximiliansplatz dazu nehmen: Pacha, 089, Rote Sonne, Max & Moritz und das Baby (der dort ebenfalls ansässigen Maxsuite wurde vor kurzem vom KVR die Konzession entzogen). Außerdem sind im unmittelbaren Umkreis vom Stachus noch die Elli Disco zu finden, die am vergangenen Wochenende eröffnete, der Match Club in der Neuhauser Straße und ab September das neue Sugar in der Herzogspitalstraße.
Hurra, mag man sich jetzt denken, die Clubszene in der Münchner Innenstadt boomt! Endlich zeigt die Stadt dem Rest der Republik, dass das längst totgesagte Münchner Nachtleben doch existent ist. Und wie! Außerdem hat man zum Feiern endlich auch in der City eine entsprechende Auswahl! Soweit so gut. Eine Sache stört uns bei diesem extremen Club-Wachstum nämlich definitiv.
Lesen Sie auf Seite 2, was dem neuen Disco-Kiez fehlt.
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Studie von UN-Kinderhilfswerk
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Kann mich Deinem Kommentar nur anschließen, auch wenn ich persönlich nicht unbedingt zwischen Stachus und Sendlinger Tor etwas essen würde - die Dönerbuden kann man total vergessen - habe in ganz München noch keinen anständigen Döner oder Schawarma gefunden! Verwunderlich ist das nicht, das hier Leberkas und ähnliches dominiert. Ist aber auch ok. In Hamburg, Berlin oder Köln herrscht eben eine andere Imbisskultur als in München. Auch wenn ich mich dann manchmal nach dieser Auswahl sehne - in München gibt es dafür wieder andere Ahnemlichkeiten, wie z.B. Biergarten, Weißwurstfrühstück etc.
Der Disco Kietz mag ja nicht jedermanns Sache sein, aber prizipiell kann das eine solche Großstadt locker kompensieren.
München ist ein toller Ort zum Leben. Achja, und München führt seit heute das Deutschland Ranking auf www.citycheckers.com an.
Und was hat doch gleich das angelsachsisierte (sic) München, was immer das sein mag, mit dem Nachtprogramm des deutschen TV zu tun? Und was ist an letzterem angelsächsisch dirigiert? Die Pro7-Sat1-Medien AG in Unterföhring unter der Leitung eines Thomas Ebeling? Weil da eine US-amerikanische Private-Equity-Gesellschaft als Hauptaktionär mit Sitz in New York nix Besseres zu tun hat, als Programmwünsche für die deutsche TV-Provinz durchzupauken? Jungejunge, Paranoia ist auch ein Hobby.
Und auch das alles Schuld der bösen Amis. Wo doch der Deutsche früher weltweit für sein gutes Benehmen geschätzt wurde...
vergammelte Jeans, Füße in dunklen Schlappen und Oberkörper in schwarzen Lederjacken - unhöfliches Benehmen gehört dazu.
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