Aber auch die Nichtraucher-Fraktion mischt kräftig mit: "Wieso klappt das Rauchverbot OHNE AUSNAHMEREGELUNGEN denn in ganz Europa und nur in Deutschland nicht?" Und: "Rauchen nervt! Auch die Freiluftraucher. Es stinkt einfach widerlich. Am schönsten ist es, wenn mein Nachbar draußen raucht, es aber zu mir ins Zimmer zieht, wenn ich vor dem Schlafengehen noch mal lüften will. Der Asso."
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Da geht es ganz schön zur Sache. Doch uns ist aufgefallen, dass es im "echten" Leben, also in den Nachtlokalen der Stadt, zwischen Raucher und Nichtraucher wesentlich gemäßigter zugeht. Mit der sogenannten spanischen Regelung sind wir - und eigentlich die meisten Münchner - ganz zufrieden. In den kleinen Kneipen entscheidet der Wirt, ob geraucht werden darf oder nicht. Und das, liebe militanten Nichtraucher, ist nicht immer zwangsläufig eine Entscheidung für den Qualm!
Etwa das "Schall & Rauch" in der Schellingstraße, eine klassische Ein-Raum-Kneipe, hat sich gegen den Rauch entschieden, auch wenn der Name anderes verheißt. Seit dem ersten Rauchverbot gibt es dort nur noch den Schall, das hat sich auch seit der Lockerung nicht mehr geändert. Und die Gäste akzeptieren das und gehen zum Qualmen auf die Straße - wenn auch manche schon munkeln, man müsste die Bar jetzt eher in "Schall & Rausch" umbenennen. Für Nichtraucher gibt es in München genügend Lokale, in denen sie nicht vom Zigarettenrauch belästigt werden.
Wir jedenfalls hoffen, dass es auch im Jahr 2009 die "liberalitas bavariae", die weltberühmte liberale bayerische Gesinnung, noch gibt, und nicht alles im Freistaat per Gesetz geregelt und verboten werden muss. Ein bisschen Toleranz von beiden Seiten wäre schon angebracht. Denn wie heißt es so schön: Leben und leben lassen. Und spätestens beim Lauftraining am Tag nach dem Ausgehen verbüßen die Raucher ihre gerechte Strafe.
Die Kolumne "After Eight" erscheint jeden Donnerstag auf "München Extra", dem Stadtportal von sueddeutsche.de.
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(sueddeutsche.de/sonn)
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ich werde demnächst in einer raucherrunde mal so richtig feist einen fahren lassen. bin gespannt, wie weit die liberale haltung meiner mitmenschen geht.
:-)
Das Gesetz zum Nichtraucherschutz basiert auf der gesundheitschädigenden Wirkung von Zigarettenrauch. Denn es wird das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit über das Grundrecht der Persönlichkeitsentfaltung gestellt.
Das sieht auch (fast) jeder Raucher so.
Das Argument, dass Rauch stinkt und nervt zieht nicht. Es geht um die Gesundheitsbelastung. Soll bedeuten: unter freiem Himmel sind wir Raucher zwar nervig, aber nicht schädlich. Wenn wir auch da verbannt werden, möchte ich folgende Gruppen auch verbannt wissen:
Handytelefonierer
Nicht-Duscher
Dicke
Dünne
Frauen
Männer
Kurzum: wir verbieten uns dann gegenseitig selbst!
in der roten sonne ist rauchverbot. im sunny red/orange house auch. woanders geh ich erlich gesagt selten hin.
können sie bsp. für die kneipen nennen, in die sie gerne gehen würden, in denen aber geraucht wird?
Und wer ist bitte wir? Steht der Autor stellvertretend für die ganze SZ Redaktion? Ich bin generell auch gegen zu viele Verbote und bin sicher kein fundamentaler Nichtraucher. Wenn man mal mit Freunden zusammen sitzt und einer raucht ist das in Ordnung. Das bezeichne ich als tolerant. Anders schaut es aus, wenn ich in einem Club bin und an jedem Eck zündet sich jemand eine Kippe an. Dann ist die Luft bald schon von dem Rauch geschängert, die Kleidung stinkt danach bestialisch, beim Waschen merkt man richtig die beißenden Giftstoffe im Auge, von den gesundheitlichen Folgen mal gar nicht zu reden. Jeder wird als Nichtraucher geboren, wo bleibt die eingeforderte Toleranz der Raucher, warum sollen die Nichtraucher in einem Punkt nachgeben, der ihr persönliches Wohlbefinden beeinflusst, nur weil sich andere ihrer Sucht hingeben wollen?
Dass man sich ja rauchfreie Kneipen aussuchen kann ist ja der größte Witz von allen. In jedem Club wird wieder geraucht, was das zeug hält unabhängig von der größe, seit die strengen Regeln wieder gefallen sind. Jeder weiß doch, dass es ohnehin nicht mehr groß kontolliert wird und außerdem will ich mir meine Freiheit nicht nehmen lassen mich in Örtlichkeiten zu begeben, wo meine Freunde auch hin gehen, meine Musik läuft und ich Spaß habe.
Für ein totales Rauchverbot in öffentlich zugünglichen Räumen, jetzt!
Danke!!! Das war auch mein erster Gedanke!
"Liberalitas bavariae"???
In meiner Zeit in Deutschland geriet ich 3 mal in verdachtsUNabhängige Polizeikontrollen, - immer in Bayern! Ist so richtig toll, wenn man im Zug sitzt und vor allen Leuten mal eben so sämtliche Taschen ausleeren soll, nur weil der Zug in Lindau 30 min Aufenthalt hat.
Aber auch sonst, Polizeistunde, Feierverbot vor kirchlichen Feiertagen, Umgang mit Ausländern und was sonst noch alles, in keinem deutschen Bundesland sind Gesetzgebung und Executive so restriktiv wie in Bayern.
Höchstens die Kirchen und Schützenvereine sind hier ein bißchen "freier" als anderswo, aber darauf sollte man sich vielleicht nicht allzuviel einbilden!
Paging