Halb-geheim, wild und laut: Münchens Partygänger beginnen sich in den Clubs zu langweilen. Zum Glück gibt es jede Menge lässiger Partys, die für Aufsehen und Abwechslung sorgen.
Eine illegale Abrissparty, ein Motto-Spektakel mit Verkleiden oder ein Absolventen-Event - egal um welche Fete es sich handelt, es scheint so, als wären die Münchner derzeit regelrecht ausgehungert nach ein bisschen Abwechslung. Kaum erfährt die Partycrowd von einem Fest, ist der Andrang nicht mehr aufzuhalten. Kein Wunder, denn das typische Münchner Nachtleben ist in letzter Zeit doch recht monoton geworden, alles andere als kurzweilig und unterhaltsam.
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Bisher das coolste Event des noch jungen Jahres: Die Abschiedsparty im alten SZ-Gebäude in der Sendlinger Straße. (© Foto: Stephan Rumpf)
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Eines der Top-Events im noch recht jungen Jahr 2009 war die finale Abschiedsparty im ehemaligen SZ-Gebäude vor knapp zwei Wochen. Die meisten haben erst am Tag der Sause selbst davon erfahren. Die Kommunikationswege waren keine offiziellen: Man hörte entweder durch Freunde von dem Event oder bekam eine Einladung via Facebook; gerade das Internet-Netzwerk hat sich in jüngster Zeit als praktischer Verbreitungskanal von Veranstaltungen hervorgetan. Eigentlich war die SZ-Party im kleinen Rahmen geplant - doch es kam anders.
Süchtig nach Abwechslung
Hunderte von Partysüchtigen strömten in die Sendlinger Straße - obwohl die Fete an einem Sonntagabend stattfand. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht: Sie bekamen coolen Sound von stadtbekannten DJs wie Mooner und Mirko Hecktor zu hören, das Ambiente war neu, ausgefallen, abenteuerlich.
Am vergangenen Wochenende dann die Diplomparty der Absolventen in der Kunstakademie. Die Gomma-Jungs Jonas Imbery und Mathias Modica standen unter anderen an den Plattentellern. Die Location: die altehrwürdige Akademie der bildenden Künste in der Maxvorstadt. Partys dort sind natürlich nicht neu, aber das Line up und der Zuspruch waren außergewöhnlich. Man merkte dem Publikum förmlich an, dass es dankbar war, mal nicht schon wieder in den gleichen Clubs wie der Ersten Liga, der Roten Sonne oder dem Pimpernel abzuhängen.
Freilich trifft man auch auf solchen Veranstaltungen immer wieder die typischen Party-Nasen, schon klar. Aber das Schöne ist, dass sie nicht unter sich bleiben, sondern sich mit Studenten, Alternativen, Intellektuellen, Künstlern und Leuten, die sonst nicht so viel ausgehen, zusammenkommen. Die Mischung macht's, sagt das Sprichwort, und das stimmt wohl.
Lesen Sie auf Seite 2, warum die Partys so gut sind und welches Event sich am kommenden Wochenende lohnen könnte.
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