Klinikum Rechts der Isar Pfleger soll Patientin vergewaltigt haben

Die Patientin wurde im Dezember im Klinikum Rechts der Isar behandelt.

(Foto: Stephan Rumpf)

Er betäubte die 53-Jährige offenbar und verging sich auf einer Toilette im Klinikum rechts der Isar an ihr. Er ist mittlerweile entlassen.

Eine 53 Jahre alte Patientin, die im Dezember des vergangenen Jahres stationär im Klinikum Rechts der Isar behandelt wurde, ist offenbar von einem Pfleger vergewaltigt worden. Der Verdächtige sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Ende Dezember klagte die 53-Jährige eines Morgens in der Neurologischen Station über Unterleibsschmerzen, ihre Tochter verständigte daraufhin die Polizei. Bei einer Untersuchung wurden Spermaspuren gefunden, die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Einige Wochen später stellte sich heraus, dass die DNA-Spuren eines 58-jährigen Krankenpflegers am Opfer gefunden wurden. Offenbar hatte der Mann die Patientin mit einem Sedativum betäubt, auf die Toilette des Zimmers im Krankenhaus gebracht, dort entkleidet und dann vergewaltigt. Anschließend habe er die Frau wieder angezogen und in ihr Bett zurückgebracht.

Der 58-Jährige arbeitete seit zehn Jahren im Klinikum Rechts der Isar und ist nicht vorbestraft. Das Klinikum hat dem Pfleger mittlerweile gekündigt und bedauert den Vorfall. Im Februar nun wurde der Mann festgenommen, als er auf dem Weg zu seiner Familie in der Türkei war. Die Strafverteidiger des Mannes, Vincent Burgert und Eva Maria Krötz, bestätigten auf Anfrage der SZ den Vorfall. "Derzeit gibt es keine neuen Erkenntnisse und Entwicklungen", sagte Burgert am Sonntag, "darüber hinaus wollen wir derzeit keine weiteren Angaben machen."

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