Bester Spiel- und Freizeitplatz Deutschlands

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Nach der völligen Umgestaltung des Georg-Freundorfer-Platzes 2002 hat sich dessen Südende erst zur Skateanlage entwickelt, sagt Dagmar Lezuo, Sprecherin des Baureferates. "Offensichtlich wegen der Möbelelemente, wie den Umfassungen der Blumenbeete." Man habe dies von offizieller Seite aus toleriert, auch weil im Viertel für Jugendliche nichts Vergleichbares angeboten werden könne.

2006 wurde das gesamte neugestaltete Areal, auf dem sich unter anderem auch Bolz- und Abenteuerspielplatz, Stockschützenbahn und begehbares Schachbrett befinden, zum besten Spiel- und Freizeitplatz Deutschlands gewählt. Die Jury der Stiftung "Lebendige Stadt" hob vor allem die "großzügige und unverkrampfte Gestaltung" hervor, "die diesen Freiraum zur Mitte des gesamten Stadtareals" werden lasse.

Um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen, trafen sich Vertreter des Bau- sowie des Umweltreferates und des Bezirksausschusses vor Ort. Man habe sich auch über alternativen Lärmschutz Gedanken gemacht, sagt Gerda Stechhammer (SPD). "Es ist praktisch nichts möglich." Als Folge des Treffens wird Baureferates-Sprecherin Lezuo zufolge den Klägern nun angeboten, von einer amtlich anerkannten Messstelle Schallmessungen auf Kosten der Stadt anstellen zu lassen. Weil sich die Skater-Saison dem Ende zuneige, könnte es sinnvoll sein, bis zum Frühjahr damit zu warten. "Wir haben noch keine Rückmeldung auf den Vorschlag von den Klägern", sagt Lezuo.

Zur Befriedung der Fronten schlug man im Bezirksausschuss nun vor, einen Mediator einzusetzen und stimmte gleichzeitig für den Erhalt des Spots. Thomas Hofstätter (CSU) wollte sich seine Polemik an die Adresse der Kläger nicht verkneifen: "Wer im Herzen einer Millionenstadt lebt, kann nicht gleichzeitig die Ruhe eines Luftkurortes fordern." Wem der Lärm zu viel sei, der solle doch aufs Land ziehen.

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  1. Nachbarn versus Skater
  2. Sie lesen jetzt "Wer im Herzen einer Millionenstadt lebt, kann nicht gleichzeitig die Ruhe eines Luftkurortes fordern."
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(SZ vom 06.11.2009/hs/wib)