1. Warum haben Sie sich für den Bundestag aufstellen lassen?

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Wir wollen als Piraten, dass der Umgang mit Informationen in unserer Gesellschaft genauso viel Beachtung findet wie etablierte Themen. Die Diskussion über diese Themen muss sich dann aber auch in der Parlamentspolitik niederschlagen. Für mich ist die öffentliche Diskussion ein Grundpfeiler unserer Demokratie.

2. Wenn ich Bundeskanzler wäre, würde ich...

.. Sorge tragen, dass wir die Gefahren, aber vor allem die Chancen einer globalisierten Welt, die sich immer mehr auf den Austausch von Information stützt, richtig bewerten und politisch hier das richtige für die Menschen tun.

3. Wie lange engagieren Sie sich schon in der Politik?

Seit drei Jahren.

4. Welchen Beruf haben Sie derzeit?

Ich bin freiberuflich in der IT-Branche tätig.

5. Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzen Sie im Wahlkampf?

Es geht vor allem um das Themenfeld Informationsgesellschaft. Das umfasst auch Forderungen nach informationeller Selbstbestimmung und nach freiem Zugang zu Informationen in Wirtschaft, Wissenschaft und vor allem in der Gesellschaft.

6. Von welcher Wählerschicht erhoffen Sie sich die meisten Stimmen?

Von Menschen die sich von der jetzigen Politik in puncto Informationsgesellschaft nicht mehr vertreten fühlen. Das sind natürlich unsere klassischen Zielgruppen wie junge Menschen, die viel kommunizieren, aber zum Beispiel auch Landwirte, die dagegen kämpfen, dass Genpatente ihre Lebensgrundlage bedrohen.

7. Mein bisher größter Erfolg war...

... es, an einem Paradigmenwechsel über die "Piratenthemen" teilzuhaben. Am Anfang wurden wir und alle anderen Gruppen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, nicht mal ausgelacht. Heute müssen sich alle Parteien mit dem Thema beschäftigen.

8. Meine bisher größte Niederlage war...

Meine bisher größte politische Niederlage ist es immer noch, dass es uns nicht gelingt, alle Aspekte unseres politischen Ideals der kompletten Bevölkerung ausreichend darzulegen. Wir müssen als Piraten in Zukunft die vielen Fragen, Ideen und Kontroversen, die wir aufwerfen nun auch konkret und allumfassend beantworten und das in mehr als 140 Zeichen.

9. Sind Sie in Online-Communities (Facebook, Twitter etc) präsent?

Ja klar, soziale Netzwerke sind für mich genauso selbstverständlich wie ein Kneipenbesuch. Aber nur dann, wenn ich selbst lernen und entscheiden kann, was dort mit so wichtigen Informationen, die meine Freunde, Vorlieben und Interessen betreffen, passiert.

10. Ich mag an München... ... den Blick an Föhntagen über das Dächermeer aus Mietshäusern und klassischen Prunkbauten bis hin zu den Alpen und natürlich die Biergärten.

11. In welchem Stadtteil wohnen Sie in München?

Ich wohne in der Maxvorstadt.

12. Das Oktoberfest finde ich...

... ist ein schönes Beispiel für bayerische Kultur, Lebensfreude und Toleranz. Denn nie sind mehr Menschen in München zu Gast und feiern einfach mit.

13. In den kommenden vier Jahren möchte ich für München erreichen...

Das gleiche was ich für Bayern, Deutschland, Europa und die ganze Welt tun will: Ich will, dass die Polizei keine Schulhöfe überwachen wird, weil jemand sein Lieblingslied an seinen Schwarm verschenkt. Ich will, dass ich von der Münchner Freiheit zum Flaucher laufen kann, ohne dass von mir ein lückenloser Film auf tausenden Überwachungskameras existiert. Ich will, dass das europäische Patentamt nicht noch mehr Bürohochhäuser bauen muss, um noch mehr Patente auf Software, Schweine oder Geschäftsideen zu verwalten und zu verfolgen. Ich will eine transparente Regierung und endlich wissen, warum und wie viel der bayerische Steuerzahler für die BayerLB gezahlt hat. Ich will, dass die Ergebnisse der zahlreichen exzellenten Münchner Forscher nicht zu Investmentobjekten verkommen und in der Schublade vermodern. Ich will, dass man in München frei studieren kann, ohne Studiengebühren.

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