Fast jeden Tag wird in München ein Jugendlicher mit Vollrausch im Krankenhaus behandelt. Gegen diese "besorgniserregende Entwicklung" will die Stadt nun eine Kampagne starten.
Weil er Streit mit den Eltern hatte und dazu Stress in der Schule, griff der 14-Jährige zur Flasche. Den Wodka hatte sein Freund mitgebracht. Eigentlich wollte der Schüler nur ein paar Schlucke nehmen, dann aber war ihm alles egal. Er trank, bis er nicht mehr ansprechbar war. Am nächsten Tag kam er wieder zu sich - im Schwabinger Krankenhaus. Dorthin war er wegen Alkoholvergiftung gebracht worden.
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Immer häufiger trinken Minderjährige auch im öffentlichen Raum ungeniert Alkohol bis zum Umfallen. (© Foto: dpa)
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Diesen Fall beschreibt die Suchthilfeorganisation Condrobs. Es ist einer von etwa 300 pro Jahr. Fast jeden Tag wird in München ein Jugendlicher mit Vollrausch im Krankenhaus behandelt. Gegen diese "besorgniserregende Entwicklung", kündigte Bürgermeisterin Christine Strobl an, wolle die Stadt mit einem Maßnahmenpaket vorgehen.
Ein Projekt gegen Jugendalkoholismus startete die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Klinikum und Condrobs bereits im Dezember 2007: Easy Contact, die Krisenintervention im Krankenhaus. Dabei werden alkoholvergifteten Jugendlichen und deren Eltern Hilfsangebote vermittelt. Bis Anfang Februar wurden 20 Mädchen und 27 Jungen im Klinikum Schwabing aufgesucht. Laut Condrobs waren die meisten der alkoholvergifteten Jugendlichen zwischen 14 und 17, einige erst 13 Jahre alt. Ein Drittel der Jugendlichen und Eltern hätte die angebotene Hilfe angenommen.
Die Stadt will beim Komasaufen nicht länger zusehen
Die Stadt unterstützt Easy Contact personell: Eine halbe Stelle wird mit öffentlichen Mitteln finanziert. Wenn der Stadtrat Ende Mai einem von Jugendhilfe, Gesundheits-, Sozial- und Schulreferat erarbeiteten Konzept zustimmt, soll es künftig drei hauptamtliche Beschäftigte geben, die sich ausschließlich um das Problem Alkohol bei Jugendlichen kümmern.
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Kapitalabzug aus Südeuropa
Die neueste Antwort
Bier auf Wein, das laß sein.
Wein auf Bier, das rat ich Dir.
und des weiteren dran denken, liebe Kinder:
Saufaus
und stracks
nach Haus.
in diesem Sinne, prost
r.
gegen die nicht minder gefährliche (sowohl für das eigene Leben, als auch kontrollverlustbedingt für Dritte) Droge Alkohol wird nichts unternommen...
Immerhin ist es in der Heimat des Bieres noch nicht so schlimm wie in vielen anderen EU-Ländern. Aber ein 15 jähriger mit hochprozentigem, da hat nicht nur der Jugendliche einen Fehler gemacht.
Mein Vorschlag: Mehr Kontrollen (OK, hört sich an nach Polizeistaat, aber den haben wir doch eh). Ich hab schon oft gesehen, dass Polizisten auf Streife offensichtlich Minderjährige beim Rauchen zugesehen haben ohne einzusschreiten. Wenn mal was passiert, dann höchstens dass einem die Zigarette weggenommen wird. Das ist ein Schaden von maximal 20 ct, je nachdem wie weit die Zigarette war. Hört sich komisch an, aber es ist doch so. Warum gibt es keine Personalienerfassung und beim zweiten Mal gleich einen Richter, der etwa 10 Sozialstunden verhängt. Das ist für einen 15 Jährigen nicht mehr so cool, wie mit der Flippe in der Öffentlichkeit zu stehen. Das selbe beim Alkohol: Auch da, bitte Ausweis zeigen usw.
Das weitere Problem sind aber auch die Versorger: Sei es Partyveranstalter ohne Anweisung an die Türsteher oder Barkeeper, Tankstellen- und Kioskbetreiber. Lebensmittelhandel aber auch ältere Freunde, Bekannte und auch Verwandte. Wenn der große Bruder die Kippen kauft oder der Papa den Schnapsschrank nicht im Auge hat.
Ich bin nicht gegen kontollierte Aufsicht, wenn der Papa seinen 15 jährigem Sohn im Biergarten aus dem eigenem Krug trinken lässt, auch ist das Vorhaben, Alkoholverkauf einzuschränken ein falscher Weg.
Meiner Meinung nach würde es schon reichen, bestehende Gesetze, Regeln und Vorschriften einzuhalten und Verstöße zu ahnden.
Und spätestens wenn ein Kind/Jugendlicher im Krankenhaus gelandet ist, muss vielleicht mal ein Laden zwei, drei oder vier Wochen dicht gemacht werden. Vielleicht muss sogar ein Vater, der die Alkoholversorgung zu einfach gestaltet hat mal wegen (im Extremfall) Körperverletzung in Knast?
Solange in den Medien das Bild vom immer lustigen, immer bereitem und immer coolen Jugendlichen hochgehalten wird, solange werden unsere Jugendliche mit sich selber dermaßen im Unreinen sein, so dass es immer wieder Alkohol- und Drogenkonsum sowie Eßstörungen geben wird.
Der normale Jugendliche hat nunmal Pickel, ist schüchtern im Umgang mit dem anderen Geschlecht und muss sich mit nicht unwesentlichen Problemen rumschlagen, für deren Lösung er teilweise einfach noch nicht reif genug ist.
Dazu noch Eltern, die selber Angst davor haben erwachsen und "uncool" zu sein, und ihren Kindern all das erlauben, was ihnen selber - berechtigter Weise - noch von ihren eigenen Eltern verboten worden ist, nur um trotz ihres Alter 40+ als jung und hip zu gelten.
Paging