7000 türkische Fußbbalfans haben in der vergangenen Nacht auf der Münchner Leopoldstraße gefeiert. Drei Schweinen gelang es, im Trubel vor dem Schlachter zu fliehen.

Gekommen waren Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche vom Sportverein SV Türk und Hunderte Menschen mit roten Fahnen: Rund 7000 türkische Fans haben in der Nacht zum Montag auf der Münchner Leopoldstraße den Einzug ihrer Fußballnationalmannschaft ins EM-Viertelfinale gefeiert. Polizeiangaben zufolge waren die Fans in rund 1500 Autos unterwegs.

Türkei-Fans in München

Türkische Fußballfans beim Pubilc Viewing in Haidhausen (© Foto: Robert Haas)

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Die Leopoldstraße war bereits kurz vor dem Schlusspfiff von der Polizei gesperrt worden. Insgesamt sei die Stimmung unter allen Fans "äußerst friedlich" gewesen, teilte die Polizei weiter mit. Drei Fans wurden wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern festgenommen. Die Straßensperren wurden gegen 1.30 Uhr aufgehoben.

Einige türkische Fußballfans haben während der Feier drei Hausschweine aus einem Tiertransporter befreit. Die Fans waren jubelnd durch München gezogen und sind dabei auf einen 41-jährigen Bauern getroffen, der mit seinem Anhänger Schweine zum Schlachthof bringen wollte. Offenbar aus Übermut öffneten die Türken eine seitliche Ladetür, durch die dann die Schweine entkamen, wie die Polizei mitteilte.

Nur ein Schwein hatte dabei Schwein: Zwei der Tiere konnten wieder eingefangen und mit einem Polizeikombi zur Wache am Hauptbahnhof gebracht werden. Dort holte der Bauer, der seine Tiere inzwischen als vermisst gemeldet hatte, sie noch in der Nacht ab. Das dritte Schwein befindet sich weiter auf der Flucht.

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(ddp-bay/sonn)