Isarvorstadt 38-Jährige getötet - Bruder unter Tatverdacht

Früher war hier das Arbeitsamt, dann entstand eine Wohnanlage - hier wurde die Frau leblos aufgefunden.

(Foto: Florian Peljak)
  • Im Fall der tot in einer Luxuswohnung aufgefundenen 38-Jährigen wurde nun ein Tatverdächtiger in Ungarn festgenommen.
  • Es handelt sich um den Bruder der Getöteten.
  • Von Anfang an hatte die Polizei im privaten Umfeld der Frau ermittelt.

Nach dem Gewaltverbrechen an einer 38-Jährigen haben die Ermittler einen Tatverdächtigen gefasst. Die Frau war vergangene Woche in ihrer Wohnung in einer Luxusanlage in der Isarvorstadt tot aufgefunden worden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der gebürtigen Ungarin feststellen.

Nun hat die Polizei einen Mann in Ungarn festgenommen. Es handelt sich dabei um den 36-jährigen Bruder der Frau. Womöglich wollte der Mann an das Geld seiner Schwester. Er sei im Testament bedacht, das sei "ein mögliches Motiv", sagte die Polizei. Der Verdächtige äußert sich nicht.

Ermittlungen im privaten Umfeld

Von Anfang an hatte die Polizei intensiv im privaten Umfeld der Getöteten ermittelt. Besonderers Interesse galt dabei Kontakten in ihr Heimatland Ungarn, das sie offenbar regelmäßig besuchte. Dort soll die Witwe auch wieder einen Partner gehabt haben.

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Die Frau lebte seit knapp neun Jahren in Deutschland, zunächst im Münchner Umland. Ihr Mann, der Gründer, Mitinhaber und Geschäftsführer mehrerer erfolgreicher Firmen in Puchheim und Wolfratshausen war, starb im Sommer 2014. Das Ehepaar hatte keine Kinder. Nach dem Tod ihres 30 Jahre älteren Mannes zog die Frau nach München und mietete sich die Wohnung am Alten Südfriedhof.

Das Haus, in dem es zu der Tat kam, war mit einem Stahltor und Concierge geschützt. Daher ging die Polizei davon aus, dass die Frau den Täter kannte und selbst hinein ließ. Aus der Wohnanlage, in der auch Claudia Effenberg wohnt, wollte die Frau offenbar gerade ausziehen. Der Bruder war als Umzugshelfer nach München gekommen.