Frank Böer findet Whiskytrinker überall, unter Arbeitern und Angestellten ebenso wie in der Chefetage. Nur die Frauen muss er noch überzeugen.
SZ: Ein ganzes Festival für ein einziges Getränk. Wieso das?
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(© Foto: Andreas Heddergott)
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Böer: Weil Whisky mit Abstand die vielfältigste Spirituose der Welt ist und damit ein ergiebiges Thema. Jim Murray, das ist der bekannteste internationale Fachautor, beschreibt in seiner aktuellen "Whisky-Bible", die er herausgibt, fast 4000 Abfüllungen.
Genauso wie Mercedes zehn Modelle rausgibt, gibt eine Marke zehn, zwölf verschiedene Whiskys raus. Außerdem gibt es heuer auch noch Rum, Sherry, Tequila und Obstbrände auf dem Festival.
SZ: Was macht den besonderen Reiz dss Single Malt aus?
Böer: Was ich persönlich bei Whisky sehr spannend finde: Er ist im Gegensatz zu anderen Spirituosen, die oft durch einen gewissen Dünkel belastet sind, einfach klassenlos. Sie finden Whiskytrinker überall, vom Arbeiter über den Angestellten bis zum Chefarzt.
Whisky spielt in der Barszene natürlich eine große Rolle. Da wir in München eine ausgeprägte Barszene haben und Menschen, die bereit sind, Geld für Schönes und für Genuss auszugeben, ist München ein großartiger Standort für solch ein Festival.
SZ: Erwarten Sie vor allem Männer?
Böer: Whisky war bisher ein vorwiegend durch Männer dominiertes Thema, das ist richtig. Aber wir wollen genau das ändern und auch Frauen ansprechen. Das Festival wird ja auch gerade dadurch attraktiv für Frauen, dass da viele Männer zu finden sind. Die Mädels, die in den letzten Jahren für uns gearbeitet haben, waren davon immer begeistert.
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und Alkohol ist ungesund. So einen kleinen Hinweis darauf hätte ich mir jetzt aber schon gewünscht.