sueddeutsche.de: Zu den sozialen Ursachen des Problems war von der CSU zuletzt weniger etwas zu hören.
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Ude-Herausforderer Josef Schmid. (© Foto: Catherina Hess)
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Schmid: Falsch. Wir müssen uns auch mit den Täterkarrieren auseinandersetzen und fragen, was man in sozialen Milieus tun kann. Schon wenn Kinder geboren werden, brauchen wir Kontrollen in den Familien. Mehr Kinderbetreuung und somit Kinderbildung ist nötig.
Aber dann brauchen wir das Jugendstrafrecht für erste Taten und erzieherische Strafen. Wo all das nichts nützt, muss die Politik nachdenken über geschlossene Einrichtungen. Die CSU fordert das seit Jahren, Rot-Grün hat das immer wieder abgelehnt oder verzögert.
sueddeutsche.de: Alles in allem macht es den Eindruck, als wollten Sie sich jetzt als Sicherheitspolitiker profilieren, um so Wählerstimmen zu gewinnen. Dabei hat gerade der erste U-Bahn-Vorfall gezeigt, dass die legalen Möglichkeiten beschränkt sind - der griechische Täter kann aufgrund des EU-Rechts nicht einfach in sein Heimatland ausgewiesen werden.
Schmid: Einspruch. Wir müssen bei ausländischen Straftätern schneller und konsequenter ausweisen - selbst im Fall von EU-Ausländern. Auch da ist die Ausweisung möglich. Ein krimineller Grieche muss nach Griechenland, ein krimineller Franzose nach Frankreich.
Menschen, die hier die innere Sicherheit nachhaltig gefährden und keine Bereitschaft zur Umkehr zeigen, müssen das Land verlassen - selbst wenn wir eine sogenannte EU-Bürgerschaft haben. In der Abwägung zählen die Belange der Bürgerinnen und Bürger mehr als die Interessen des Ausgewiesenen, auch bei einer langen Verwurzelung.
sueddeutsche.de: Die meisten der U-Bahn-Täter sind gefasst worden, zum Teil mit Hilfe der Videoüberwachung. Das System funktioniert also. Gewalt werden Sie nie ganz verhindern können.
Schmid: Zu den Festnahmen kam es, weil die Taten da stattfanden, wo es eine Videoüberwachung gibt. Die ist aber in U- und S-Bahn noch nicht flächendeckend. Ein anderes Ziel muss sein, Taten von vornherein zu verhindern. Deswegen sage ich: Bei Mehrfachstraftätern, die sich nicht einsichtig zeigen, sind auch geschlossene Einrichtungen nötig.
sueddeutsche.de: Sie wollen künftig auf Schwarze Sheriffs setzen?
Schmid: Nein. Grundsätzlich muss klar sein, dass im Notfall schnell Hilfe da ist. Daher muss die U-Bahn-Wache aufgestockt werden - ergänzend oder vorübergehend kann man private Sicherheitsdienste einsetzen. Jene Schwarzen Sheriffs, die vor vielen Jahren in Verruf gekommen sind, meine ich nicht.
sueddeutsche.de: Vielleicht ist es Ihr Problem bei dieser Wahl, dass die CSU das Thema Sicherheit dringend braucht, da die Münchner offenkundig bei anderen Problemfeldern ganz anders denken als die Partei - beispielsweise beim Transrapid.
Schmid: Zugegeben, viele Menschen verstehen nicht, wieso 1,85 Milliarden Euro für eine Strecke von 40 Kilometern ausgegeben werden sollen. Dafür habe ich Verständnis. Aber ich wäre nicht so ein überzeugter Befürworter des Transrapids, wenn ich nicht sicher wäre, dass sich dieses Geld um ein Vielfaches an die Stadtgesellschaft und an die Region zurückzahlt.
5000 Arbeitsplätze entstehen während des Baus, 850 dauerhaft für den Betrieb - und vor allem rund 18.000 Jobs dadurch, dass der Transrapid später in die Welt hinein verkauft werden kann. Es gibt keine andere realisierbare und finanzierbare Möglichkeit, die Innenstadt attraktiv an den Flughafen München II/Franz-Josef-Strauß anzuschließen. Und es kostet übrigens der Stadt München keinen Cent.
sueddeutsche.de: Es könnte eine Express-S-Bahn gebaut werden.
Schmid: Dieser Alternativvorschlag würde München auf Grund der vorgesehenen Strecke wahrscheinlich bis zu einem dreistelligen Millionenbetrag kosten. Da würde Geld aus dem Stadthaushalt weggehen, das wir ansonsten für Kinderbetreuung ausgeben könnten. Die S-Bahn-Expresslinie ist im nächsten Vierteljahrhundert nicht zu verwirklichen - es gibt keinerlei Planungen und die Finanzierung ist in keiner Weise gesichert. Der Transrapid aber könnte bis zu den Olympischen Spielen 2018 fertig sein.
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Kapitalabzug aus Südeuropa
Die neueste Antwort
Warum Schreikrampf vor Lachen? Sie geben mir doch selbst recht. Sie schreiben der Sand sei "mehr zum Anfahren weniger zum Bremsen". Das mit dem Bremsen hat mir ebenfalls ein Lokführer erzählt, einer der es wissen muss - und Sie sagen jeder Zug hat das.
Danke für Ihre Bestätigung (- jetzt können Sie ja dann hoffentlich auch über sich selbst lachen).
Es zeigt einmal mehr von welch veralteter Technik wir bei Rad-Schiene reden. Und es zeigt wie sinnvoll und Material-schonend die Schwebetechnologie ist.
Ach ja - S-Bahn ist Schrott (von der allseits beliebten Low technologie) - bin neulich wieder mit ihr zum Flughafen gefahren.... no comment!!!!
@pira: Gerade einen Schreikrampf bekommen. Eine S-Bahn, die mit Sand gebremst wird. soso. Jede Lok, jede S-Bahn, egal ob Schnell .- oder Bummelzug, egal ob neu oder alt hat "Sandkästen".Selbst der ICE. Das ist mehr eine Anfahrhilfe bei schmierigen Gleisen. Im Herbst zum Beispiel. Weniger zum Bremsen, da beim Bremsen, der ganze Zug, also alle Waagen bremsen. Die Tram hats übrigens auch.
Hat das, was Sie hier von sich geben in der "Bild" gestanden? ! Ich hab ne Lokführerausbildung. Muss man aber nicht haben. Einfach besser informieren, bevor man was schreibt.
In diesem Punkt, dass Homosexuelle Opfer von Ausländern sind, bin ich leider nicht Informiert. Werde mir einmal mehr, dieses Feld näher betrachten. Vielleicht können Sie mir eine Homepage zu diesem Thema verraten, wo ich mir Infos holen kann. Zum Thema Integration von Immigranten und Freiheitsordnung möchte ich anfügen, dass die Politik dieses Thema wirklich mehr als verschlafen hat und seit Jahrzehnten nichts unternimmt außer in Sonntagsreden oder mit Polemik zu Antworten. Die Politik insbesondere die der Innenpolitik (das waren welche aus SPD / CDU und FDP) haben es zu Verantworten, dass Minderheiten radikal (siehe Rechtsradikale) werden und unsere Freiheit nicht auf dem Feld der Muslimischen Immigranten zerstört wird, sondern in der Beschneidung des Grundgesetztes.
ok
Nein, ich werde, wie seit 25 Jahren, ein großes Kreuz über meinen Wahlzettel machen, damit nicht meine Stimme von Regierenden selbst angekreuzt werden wie 2002 in Dachau (wenn Sie wieder eine Quelle brauchen; siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlf%C3%A4lschungsskandal_von_Dachau).
Diese Unterhaltung sollten wir im Suedcaffee weiter machen, da die Artikel zum Kommentieren dieser frei bleiben sollten. (kleine Quelle; siehe mein Profil)
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