Mit harschen Plakaten zum Thema Sicherheit erregte Josef Schmid Aufmerksamkeit. Jetzt verschärft der OB-Kandidat der Münchner CSU seine Anti-Verbrechens-Kampagne. Schmid über mehr Videoüberwachung, Rauchverbot und Kinderbetreuung.
sueddeutsche.de: Herr Schmid, Ihr Gegner bei der Kommunalwahl heißt Christian Ude, ist sehr beliebt und seit 1993 im Amt. Warum tun Sie sich das an? Sind Sie Masochist?
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Josef Schmid: Ich kandidiere für eine bessere Politik - und dafür, dass München eine zukunftsfähige Politik erhält. Christian Ude hat ja lange überlegen müssen, jetzt zum vierten Mal anzutreten. Er wollte sich eigentlich schon auf seine Ferieninsel Mykonos zurückziehen. Das sagt eine ganze Menge aus.
Ich hingegen habe eine junge Familie, bin 38 Jahre alt und möchte die nächsten Jahrzehnte gerne in dieser Stadt leben und interessiere mich deshalb in ganz besonderer Weise für die Stadtgesellschaft und die Lösung der anstehenden Probleme.
sueddeutsche.de: Ihr Slogan von der "solidarischen Stadtgesellschaft" erinnert sehr an die SPD. War es Absicht, mit sozialdemokratischen Bildern die Chancen auf das Oberbürgermeisteramt zu verbessern?
Schmid: Uns geht es um eine sachgerechte Politik - zum Beispiel im Generationenkonflikt und in der Arbeitsmarktpolitik. Trotz des Aufschwungs bleiben die Langzeitarbeitslosen ein großes Problem. Und wir haben Menschen, die sich überhaupt nicht mehr selber helfen können - circa 10.000 Rentnerinnen und Rentner, die aufzahlende Sozialsicherung bekommen, sowie 4000 Menschen, die auch nach der strengen Hartz-IV-Definition nicht arbeitsfähig sind. Deshalb kommt es uns ganz entscheidend auf den Zusammenhalt in der Gesellschaft an.
sueddeutsche.de: In früheren Interviews haben Sie signalisiert, dass es Ihnen vor allem um die Themen Familie und Kinderbetreuung geht. Nun plakatieren Sie mit alarmierenden Motiven zum Thema innere Sicherheit und warnen die Bürger, sie könnten bald das nächste Opfer in der U-Bahn werden.
Schmid: Wir haben immer von mehreren Schwerpunkten gesprochen. Unsere Themen für den Wahlkampf sind Integration, Gesellschaftspolitik, Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie eben die Sicherheit. Das war von vornherein ein klassisches Feld unserer Politik. Wir zeigen mit den Bildern die Realität, was die Münchnerinnen und Münchner bewegt und besorgt. Und genau darum müssen sich demokratische Parteien kümmern. Gerade, wenn dies nicht geschieht, spielt man Rechtsextremen in die Hände.
sueddeutsche.de: Das sollen wir jetzt glauben?
Schmid: Sie können das schon daran festmachen, dass unsere Plakate zur Veranstaltung zum Thema Sicherheit mit Wolfgang Schäuble bereits Anfang Dezember - lange bevor das Thema aktuelle Brisanz bekommen hat - geklebt waren. Unsere Werbelinie ist, dass zunächst ein Veranstaltungsplakat und dann ein Aussageplakat hinterher zum gleichen Thema aushängt.
sueddeutsche.de: Tatsache ist doch, dass Sie jetzt nach einigen Zwischenfällen in der Münchner U-Bahn den Ton verschärfen und neue Law-and-Order-Maßnahmen erwägen.
Schmid: Wir haben in der vergangenen Woche ein umfangreiches Sicherheitskonzept beantragt. Es beeinhaltet, dass wir die Lücken bei der Videoüberwachung schließen wollen, auch in den U-Bahn-Zügen, und dass wir im Nahverkehrssystem überall Handyerreichbarkeit sicherstellen.
Wir brauchen darüber hinaus eine sichtbare Präsenz der U-Bahn-Wache. Es ist wichtig, ab sofort jede U-Bahn-Fahrt zu begleiten. Wir haben ja nicht einen Vorfall, sondern vier - eine aufrüttelnde Häufung. Generell brauchen wir mehr Videoüberwachung für Plätze und Straßen.
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Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die neueste Antwort
Warum Schreikrampf vor Lachen? Sie geben mir doch selbst recht. Sie schreiben der Sand sei "mehr zum Anfahren weniger zum Bremsen". Das mit dem Bremsen hat mir ebenfalls ein Lokführer erzählt, einer der es wissen muss - und Sie sagen jeder Zug hat das.
Danke für Ihre Bestätigung (- jetzt können Sie ja dann hoffentlich auch über sich selbst lachen).
Es zeigt einmal mehr von welch veralteter Technik wir bei Rad-Schiene reden. Und es zeigt wie sinnvoll und Material-schonend die Schwebetechnologie ist.
Ach ja - S-Bahn ist Schrott (von der allseits beliebten Low technologie) - bin neulich wieder mit ihr zum Flughafen gefahren.... no comment!!!!
@pira: Gerade einen Schreikrampf bekommen. Eine S-Bahn, die mit Sand gebremst wird. soso. Jede Lok, jede S-Bahn, egal ob Schnell .- oder Bummelzug, egal ob neu oder alt hat "Sandkästen".Selbst der ICE. Das ist mehr eine Anfahrhilfe bei schmierigen Gleisen. Im Herbst zum Beispiel. Weniger zum Bremsen, da beim Bremsen, der ganze Zug, also alle Waagen bremsen. Die Tram hats übrigens auch.
Hat das, was Sie hier von sich geben in der "Bild" gestanden? ! Ich hab ne Lokführerausbildung. Muss man aber nicht haben. Einfach besser informieren, bevor man was schreibt.
In diesem Punkt, dass Homosexuelle Opfer von Ausländern sind, bin ich leider nicht Informiert. Werde mir einmal mehr, dieses Feld näher betrachten. Vielleicht können Sie mir eine Homepage zu diesem Thema verraten, wo ich mir Infos holen kann. Zum Thema Integration von Immigranten und Freiheitsordnung möchte ich anfügen, dass die Politik dieses Thema wirklich mehr als verschlafen hat und seit Jahrzehnten nichts unternimmt außer in Sonntagsreden oder mit Polemik zu Antworten. Die Politik insbesondere die der Innenpolitik (das waren welche aus SPD / CDU und FDP) haben es zu Verantworten, dass Minderheiten radikal (siehe Rechtsradikale) werden und unsere Freiheit nicht auf dem Feld der Muslimischen Immigranten zerstört wird, sondern in der Beschneidung des Grundgesetztes.
ok
Nein, ich werde, wie seit 25 Jahren, ein großes Kreuz über meinen Wahlzettel machen, damit nicht meine Stimme von Regierenden selbst angekreuzt werden wie 2002 in Dachau (wenn Sie wieder eine Quelle brauchen; siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlf%C3%A4lschungsskandal_von_Dachau).
Diese Unterhaltung sollten wir im Suedcaffee weiter machen, da die Artikel zum Kommentieren dieser frei bleiben sollten. (kleine Quelle; siehe mein Profil)
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