Impressionen aus München:Strampeln gegen den Hass

Am Marienplatz starten sechs Rennradfahrer für ein Flüchtlingsprojekt: elf Tage, 2300 Kilometer und 20 000 Höhenmeter liegen vor ihnen. In der Fußgängerzone muss die Feuerwehr ein ganz anderes Projekt bewältigen.

Impressionen aus München

1 / 35
(Foto: Bernd Ducke)

30. Mai, Marienplatz Irgendwann Anfang Februar reichte es Björn Potulski mit "all dem Hass", wie er sagt, der im Internet "organisiert und gelenkt" werde, wenn es um die Themen Flüchtlinge und Asyl gehe. Er wollte ein Zeichen setzen - und zugleich Spenden sammeln für ein Flüchtlingsprojekt in Syrien. An diesem Montag ging es für die Truppe los. Um acht Uhr starteten die sechs Rennradler - drei Männer aus München und drei junge Flüchtlinge -, ein Fahrer im Begleitauto sowie zwei Filmstudenten, die einen Dokumentarfilm über die Rennrad-Fahrt drehen, am Marienplatz. Zudem berichten Potulski und seine Mitstreiter auf der Spendenplattform betterplace.org sowie auf Facebook über ihre Tour (einen langen Bericht lesen Sie außerdem hier). Was das Team erwartet? 2300 Kilometer in elf Tagen. Über die Pässe der Zentral- und der Westalpen sowie die der Pyrenäen, insgesamt 20 000 Höhenmeter.

2 / 35
(Foto: Birgit Kruse)

27. Mai, Fußgängerzone Was macht der Mann da oben im Baum mit dem Handbesen? Umringt von Schaulustigen hat die Berufsfeuerwehr am Freitag direkt vor dem Beate-Uhse-Laden in der Neuhauser Straße einen Bienenstock entfernt - ganz vorsichtig, versteht sich. Ein Kollege der Freiwilligen Feuerwehr Selbitz, der zu Besuch in München ist, hatte gesehen, dass auffallend viele Bienen um die Laternen in der Fußgängerzone schwirrten, und die Branddirektion informiert.

3 / 35
(Foto: Birgit Kruse)

Viele Bienen, viele Menschen - diese Kombination birgt unter Umständen durchaus Risiken. Deshalb machten sich die Einsatzkräfte mit großem Gerät und Schutzausrüstung auf den Weg. Als sich der Korb des Drehleiterfahrzeugs schließlich dem Korb der Bienen näherte, blieben die Tiere friedlich. Das Wetter war günstig, sagte ein erfahrener Feuerwehrmann. Bei einem Wetterumschwung wäre der Schwarm womöglich aggressiv geworden.

4 / 35
(Foto: Birgit Kruse)

Unter dem Applaus Dutzender Passanten wurde der in einer schwarzen Box verstaute Bienenschwarm schließlich zur Feuerwehrwache 7 in der Moosacher Straße gebracht. Dort kamen die Tiere vorübergehend in Quarantäne. Im Lauf des Nachmittags sollten sie von einem Imker abgeholt werden.

5 / 35
(Foto: dpa)

26. Mai, Botanischer Garten Die seltene Blüte einer Titanwurz ist derzeit im Botanischen Garten zu bestaunen. Die aus den tropischen Urwäldern Sumatras stammende Pflanze habe in der Nacht zu Donnerstag ihren Blütenstand geöffnet, teilte der Botanische Garten mit. Wegen der nur selten zu bestaunenden und auch nur kurz andauernden Blüte der als "größte Blume der Welt" bezeichneten Titanwurz öffnet der Botanische Garten seine Gewächshäuser am Donnerstag und am Freitag bis Mitternacht. "Der enorme Blütenstand, umgeben von einem riesigen Hüllblatt, ist eine einmalige Attraktion", erläuterte der Botanische Garten. Dieser entwickele sich aus einer großen unterirdischen Knolle. "Die Art ist schwierig zu kultivieren und benötigt eine stets feucht-warme Umgebung mit Temperaturen nicht unter 24 Grad, zum Wachstum sind große Mengen an Dünger notwendig." Daher dachten die Gärtner auch zunächst, dass sich wie in den Vorjahren nur ein Blatt bilden werde, als sie einen jungen Austrieb aus der etwa 30 Kilogramm schweren Knolle sahen. Doch vor rund zwei Wochen war dann klar, dass sich eine Blüte bildet. Inzwischen ist die Münchner Titanwurz 1,75 Meter hoch. Eines verschweigt der Botanische Garten in seiner Mitteilung jedoch: Wer sich die Titanwurz anschauen möchte, sollte vor dem Betreten des Gewächshauses noch einmal tief Luft holen. Denn die Pflanze sondert einen höchst unangenehmen Aasgeruch ab. Er soll Insekten anlocken, die für die Bestäubung sorgen.

6 / 35
(Foto: Tierpark Hellabrunn/Marc Müller)

20. Mai, Tierpark Hellabrunn Fast täglich schlüpfen derzeit Mini-Flamingos im Münchner Tierpark, sieben Küken sind es inzwischen. Zwanzig Zentimeter groß sind die Kleinen. Bis sie so schön knallig sind wie ihre Eltern, dauert es aber noch ein bisschen - zwei bis drei Jahre sogar. Denn das Gefieder färbt sich erst mit der Geschlechtsreife rosa oder rot.

7 / 35
(Foto: Marc Müller/Tierpark Hellabrunn)

Ausgewachsen ist der Nachwuchs dagegen nach einem halben Jahr. Damit das gut gelingt, werden die Kleinen von beiden Elternteilen umsorgt: Mutter und Vater produzieren eine sogenannte Kropfmilch, die der Muttermilch bei Säugetieren sehr ähnlich ist. Ganz schön gleichberechtigt, diese Tiere.

8 / 35
(Foto: Stephan Rumpf)

18. Mai, Haidhausen Der ADFC und die ÖDP haben fünf sogenannte Ghostbikes in München aufgestellt. Die weiß gestrichenen Räder wurden an Orten platziert, an denen Radfahrer in den vergangenen Jahren tödlich verunglückt sind. Verein und Partei begründen ihre Aktion damit, dass sie "die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer für tödliche Gefahren für Radfahrer erhöhen wollen". Die Ghostbikes (hier an der Ecke Rosenheimer/ Balanstrasse) sind mit einer kleinen Gedenktafel versehen, auf der das Unfalldatum und das Alter des getöteten Radfahrers stehen. Auf eine Namensnennung wurde aus Pietätsgründen bewusst verzichtet, hieß es.

9 / 35
(Foto: Robert Haas)

17. Mai, Olympiaschwimmhalle Lauter Bohrlärm dröhnt durch die Halle, es riecht nach Schweißarbeiten und die Schwimmbecken sind trockengelegt. Arbeiter ziehen Trennwände ein und errichten einen zweieinhalb Meter breiten und ebenso hohen Versorgungsgang für Baufahrzeuge quer durch die Halle. Es ist mehr als 40 Jahre her, dass die Schwimmhalle für die Olympischen Spiele 1972 gebaut wurde. Nun soll sie zum ersten Mal grundlegend saniert werden. Dabei wollen die Stadtwerke München sich auch wieder am historischen Originalzustand orientieren. Zwei Jahre werden die Bauarbeiten andauern. Trotzdem soll man von Ende Mai an in der Olympia-Schwimmhalle schon wieder baden können. Zumindest in einem Teil davon.

10 / 35
(Foto: Robert Haas)

Der andere Bereich, der sich unter der Tribüne verbirgt und in dem sich ein weiteres 50-Meter-Becken, ein Lehrschwimmbecken, Umkleiden und Duschen befinden, wird bis April 2017 saniert. Anschließend planen die Münchner Stadtwerke die frisch renovierten Becken wieder zu öffnen, während dann die Haupthalle mit dem Wettkampfbecken und dem Sprungturm für ein Jahr lang schließen wird.

11 / 35
(Foto: Stephan Rumpf)

14. Mai, kleine Olympiahalle Die Regeln sind eindeutig in der kleinen Olympiahalle: Es sei sogar sehr erwünscht, wenn Besucher als Sturmtrooper verkleidet kommen. Wer allerdings die Ausstellung "Star Wars Identities" von innen sehen will, muss den Helm abnehmen. Das Gesicht, so ist in den Bedingungen zu lesen, muss jederzeit erkennbar sein. Doch die Veranstalter haben vorgesorgt: Der Helm kann, so verkünden sie auf ihrer Homepage, gerne an der Garderobe abgegeben werden. Fans von Star Wars sind für ihre Verkleidungslust bekannt. Das Münchner Publikum aber hat sich an diesem Samstagvormittag, dem ersten der Ausstellung, allerdings gehörig zurückgehalten. Ein paar Star-Wars-Kappen, ein paar Shirts mit Schriftzug - nur drei junge Frauen fallen auf. Sie heißen Sabina, Daniela und Svenja, kommen aus Landberg am Lech und Hannover, und stechen durch ihre Bekleidung hervor: Zwei von ihnen tragen die Haare streng nach hinten gebunden und hinten zu drei Knoten gesteckt, über der beigefarbenen Hose schwingt ein weites, gleichgetöntes Oberteil. Insider erkennen es sofort: Rey, die Schrottsammlerin. Die andere junge Frau stellt eine Zabrak dar, eine menschenähnliche Spezies. Klar sind wir extra wegen der Ausstellung hergekommen", sagt Daniela. Mit Star Wars seien die drei quasi aufgewachsen, sie stehen auf Cosplay, einen japanischen Verkleidungstrend. Was bei ihren Kostümen nicht fehlen darf: das obligatorische Lichtschwert.

12 / 35
(Foto: Stephan Rumpf)

Für Daniela, Sabina und Svenja ist die Ausstellung, eine Sammlung aus dem Lucas Museum of Narrative Art, ideal, weil sie das gesamte Spektrum umfasst. Die rund 200 Ausstellungsstücke bestehen aus Requisiten, Modellen, Kostümen und Kunstwerken. Viele Originalobjekte aus dem Star-Wars-Universum werden gezeigt - angefangen von der klassischen Trilogie aus den späten Siebziger- und frühen Achtzigerjahren über die Prequel-Trilogie (1999 bis 2005) bis hin zum Animationsfilm Clone Wars und dem neuen "Star Wars: Das Erwachen der Macht". Darth Vader ist ebenso da wie Yoda, Chewbacca oder Anakin Skywalkers lebensgroßer Podracer. Der Besucher soll aber nicht nur anschauen, sondern sich aktiv an der Suche nach seiner eigenen Identität beteiligen. An zehn interaktiven Stationen soll er deshalb Fragen beantworten und so herausfinden, welche Held aus Star Wars er sein könnte. Das kommt vor allem bei den eingefleischten Fans an. Star Wars Identities ist noch bis 17. Oktober in der kleinen Olympiahalle zu sehen. Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr, in den Pfingstferien teilweise länger. Tickets zwischen 15,95 und 24,95 Euro. Weitere Infos gibt es hier.

13 / 35
(Foto: N/A)

11. Mai, Kultfabrik Für Pfanni war die riesige Halle, die zuletzt Werk 2 hieß, ein großer Schritt in die Zukunft. Gebaut hatte sie das Unternehmen der Familie Eckart für eine moderne Produktion von Fertig-Flockenpüree. Auch als der Kartoffelbrei Geschichte war, stand die Halle für etwas Neues: Aus der Püree-Anlage wurde die Kultfabrik, die bis Ende 2015 mal mehr, mal weniger Münchner Nachtleben und Partygänger inspirierte. Seit Mittwoch nun ist Werk 2 endgültig Geschichte. Der Abriss der Halle hat begonnen, um wieder Platz für das neue Konzerthaus zu schaffen, das der Freistaat auf dem 8000 Quadratmeter großen Areal bauen will. Wobei die alte Kultfabrik eigentlich nicht wegen der Philharmonie weichen muss, sondern um eine andere Baustelle einzurichten. Nachdem der Umbau der ersten Pfanni-Halle zum Büro- und Künstler-Bau Werk 3 fast abgeschlossen ist, will Eigentümer Werner Eckart nun den alten Kartoffelsilo umbauen. Im unteren Teil soll ein Hostel entstehen. Oben drauf soll bis in 80 Metern Höhe ein Fünf-Sterne-Apartment-Komplex. Keine einfache statische und logistische Sache, weshalb es Platz für die Baustelle braucht. Und die wird eben dort eingerichtet, wo die Kultfabrik stand und später der Konzertsaal stehen soll.

14 / 35
(Foto: dpa)

6. Mai, Isar Ein paar Tage lang hatte man das Gefühl, schon mittendrin zu sein im Münchner Sommer. Der Englische Garten quoll beinahe über vor Picknickdecken, an der Isar wurden die Grills angeheizt und Kinder plantschten im Wasser. Und nun das: Am Pfingstwochendene soll es wieder kalt werden. Genauer: ein "brutaler Wetterwechsel" steht bevor.

15 / 35
(Foto: Getty Images For BMW)

25. April, Freimann In München beginnen an diesem Montag die BMW Open der Tennisprofis. Noch bevor dort die gelben Filzkugeln durch den Court geschlagen werden, gab es viele kleine Eiskügelchen. Die Spieler wird das beim Sandplatzturnier aber kaum stören. Die deutsche Nummer 1, Philipp Kohlschreiber, würde gerne den dritten Erfolg nach den Jahren 2007 und 2012 bejubeln. An Nummer 1 gesetzt ist beim Turnier aber der Belgier David Goffin. Zum Start der Hauptrunde stehen sich am Montag der Russe Michail Juschni und der Brasilianer Thomaz Bellucci in einer interessanten Paarung gegenüber. Die Favoriten greifen erst von Dienstag an in das Geschehen ein.

16 / 35
(Foto: N/A)

24. April, Hirschgarten Wenn es donnert und blitzt, der Himmel seine Schleusen öffnet, dann braucht es Platz im Untergrund für die Fluten von oben. Die insgesamt 13 Regenrückhaltebecken und -kanäle im Untergrund haben ein Volumen von mehr als 70000 Kubikmetern. Das schönste Becken unter dem Hirschgarten wirkt wie eine Kathedrale fürs Wasser. Beim Tag der offenen Tür am Sonntag war es trocken - und wurde mit der Lichtkunstinstallation namens "Lichttauchgang" in Szene gesetzt.

17 / 35
(Foto: N/A)

23. April, Neuperlach Sechs Jahre Planung, mehr als zwei Jahre Bauzeit, Probleme mit Baufirmen, ein verschobener Eröffnungstermin im vergangenen Oktober - alles vergessen, denn nun ist alles gut: Am Samstagvormittag hat der SV Neuperlach offiziell sein neues Sportzentrum an der Fritz-Erler-Straße 3 in Neuperlach eröffnet. Der 1969 im damals neuen Stadtteil gegründete Verein hat inzwischen rund 5700 Mitglieder. In den elf Abteilungen sorgen mehr als 170 Übungsleiter dafür, dass sie alle fit werden und fit bleiben. Durch den Neubau der modernen Dreifachturnhalle mit großer Zuschauertribüne für 376 Gäste und des Kletter-und Boulderzentrums haben die Besucher nun ganz neue Möglichkeiten in ihrem Sportpark. 11,6 Millionen Euro wurden investiert. Die Stadt hat den Neubau bezuschusst und die benachbarte Bezirkssportanlage an der Bert-Brecht-Allee modernisiert. Beim Eröffnungstag am Wochenende mit seinem trüben Wetter freuten sich die Besucher vor allem über Indoor-Möglichkeiten. Viele wollten an der gelben, 630 Quadratmeter großen Kletterwand mit den vorbereiteten Griffelementen beeindruckend hoch hinaus.

18 / 35
(Foto: Rumpf)

24. April, Theresienwiese Mal ausgefallen frühstücken - und zwar für einen guten Zweck. Das war das Motto der Aktion "Frühstück im Riesenrad". Mit von der Partie auf dem Frühlingsfest auf der Theresienwiese waren auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sowie dessen Gattin Petra, die die Patenschaft für das soziale Schulprojekt "Bunte Münchner Kindl" übernommen hat. Die Teilnehmer konnten sich für 45 Euro für zwei Personen bei einer Fahrt über den Dächern der Theresienwiese verwöhnen lassen - unter anderem mit Sekt, Kaffee und Tee, Räucherlachs, Ei, Wurst, Käse, Marmeladen, einer Brotauswahl sowie allerlei Süßgebäck. Mit den Einnahmen stattet der Verein bedürftige Kinder mit Schulranzen und -material aus.

19 / 35
(Foto: N/A)

22. April, Wolfsburg Ausnahmesweise mal kein Foto aus der Stadt, aber mit München hat es dann doch einiges zu tun: Steve Pinizzotto (links) und Florian Kettemer vom EHC München genießen nach dem Gewinn der deutschen Eishockey-Meisterschaft in Wolfsburg ein Bad in goldenem Konfetti. An diesem Montag um 16.30 Uhr trägt sich die Mannschaft mit Trainer Don Jackson ins Goldene Buch der Stadt ein, danach geht es in den Olympiapark. Von 17.30 Uhr an gibt es auf dem Coubertinplatz Freibier, die Spieler werden um 18.45 Uhr erwartet. Dann darf gefeiert werden.

20 / 35
(Foto: CLAUS SCHUNK +491716039668)

19. April, Brauerei Aying Der Kindersegen im Ayinger Land ist gesichert. Meister Adebar und seine Flugbegleiterin haben ihren ausgedehnten Winterurlaub in Afrika beendet und sind nach einer hoffentlich störungsfreien Flugreise in Bayern angekommen. Dass sie zuerst auf dem Dach der Ayinger Brauerei gelandet sind, lässt freilich keinerlei Rückschlüsse auf ihr verändertes Trinkverhalten zu. Und wenn sie doch eine Halbe zu viel gezwitschert haben, dann Respekt. Unsereins bekäme es selbst nüchtern nicht hin, mit einem Bein auf einer Holzstange regungslos zu verharren. Nachdem das Catering auf der Flugstrecke Afrika-Aying für Weißstörche traditionell mager ist, freut sich dieses Paar ganz bestimmt über den gedeckten Tisch am Ortsrand des Bierdorfes, wo es die Wiesen und Felder nach Essbarem abklappern kann. Frösche stehen ganz oben auf der Speisekarte, aber auch Eidechsen, Schlangen, Fische, Regenwürmer, Mäuse und Insekten haben sie zum Fressen gern. Und wenn sie Glück haben, finden sie Süßigkeiten auf Fensterbrettern. Das soll paarungswilligen Menschen dabei helfen, dass ihr Kinderwunsch erfüllt wird.

21 / 35
(Foto: N/A)

19. April, Schloss Schleißheim Gute Aussichten: Auch wenn es in den vergangenen Tagen vergleichsweise kühl war, die Natur hat schon auf die neue Jahreszeit umgeschaltet. Überall grünt und blüht es, die Farben springen einen nach mausgrauen Wintertagen geradezu an. Besonders im Garten von Schloss Schleißheim geben sie sich ein fröhliches Stelldichein. Für Spaziergänger ist es eine Augenweide, für Menschen, die dort arbeiten müssen, immerhin eine großartige Aussicht.

22 / 35
(Foto: Robert Haas)

14. April, Theresienwiese Wenn man dran denkt, wie die Hunde, die auf der Theresienwiese sonst spazieren geführt werden, normalerweise ihr Revier markieren, dann muss man eigentlich ganz froh sein, dass die Menschen nur mit Kreide, Lack und Absperrbändern arbeiten. Am Samstag findet dort wieder "Deutschlands größter Flohmarkt" statt, so jedenfalls die Eigenwerbung, und wie alle Jahre wieder laufen die Vorbereitungen bei manchen Verkäufern schon Tage vorher an.

23 / 35
(Foto: Robert Haas)

Wilde Camper wurden bis Donnerstag zwar noch nicht gesichtet. Aber die Claims für den Goldrausch mit altem Plunder werden jetzt bereits gesichert, obwohl das gar nicht erlaubt ist. In der Regel drückt der Veranstalter, das Rote Kreuz, ein Auge zu. Auf dem Platz kursieren Geheimrezepte für die haltbarste Kreidemarkierung. "Kreide, Wasser, Kreide, Wasser, Kreide", lautet eines davon für den Mehrschichtenauftrag. Angeblich hält die Markierung dann auch Regenwetter stand.

24 / 35
(Foto: Robert Haas)

Wer mehrere Standplätze für verschiedene Namen reservieren will, sagen Profis, solle unterschiedliche Farben verwenden. Sonst geht die Konkurrenz gnadenlos von Lug und Betrug aus und kapert den Platz. Grobe Naturen verwenden Lackfarbe, sollten sich aber nicht erwischen lassen, weil sie sonst für die Säuberung aufkommen müssen, und die kann schon mal den Ertrag eines Flohmarkttages auffressen. Lackfarbe ist nämlich erstaunlich hartnäckig. Fachleute behaupten, sie hielte auch noch bis zur nächsten Jubiläumswiesn. Und die ist doch erst 2060.

25 / 35
(Foto: dpa)

13. April, Alte Pinakothek: Erste Station des niederländischen Königs Willem-Alexander und seiner Frau Máxima war die Alte Pinakothek. Nach Auskunft der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen war es übrigens nicht der erste Besuch aus einem Königshaus: Königin Margrethe von Dänemark war schon da, Silvia von Schweden, Prinz Albert von Monaco sowie Großbritanniens Prinz Charles. Aber ob die auch so ein lebendes Portrait von sich haben wie Willem-Alexander und Máxima? (Mehr Bilder vom Königsbesuch gibt es hier.)

26 / 35
(Foto: Stephan Rumpf)

12. April, Prinzregentenbad: Auswintern im Prinzregentenbad: Die Mitarbeiter der Stadtwerke müssen jetzt schon in die Außenbecken, um alles für den Sommer vorzubereiten. Hier reinigt einer von ihnen das Prinzregentenbad. Die Gäste werden es ihm bald danken.

27 / 35
(Foto: dpa)

11. April, Bauma: Timo Boll - Tischtennisheld mehrerer Generationen - zeigt, wie groß "Groß" sein kann. Auf der Bauma spielt er (links in gelb) zusammen mit dem deutschen Team gegen Österreich, hier Werner Schlager. Das Setting: auf der Ladefläche eines 165 Tonnen schweren Muldenkippers. Der Tischtennis-Sponsor Liebherr dürfte sich über die Werbung gefreut haben.

28 / 35
(Foto: Claus Schunk)

11. April, Unterhaching: Kein echtes Frühlingsdinner, aber der PR-Berater hatte gesagt, das könnte klappen: Andreas Koletsos möchte ins Guiness-Buch der Rekorde. Dafür braucht er nur knapp zwei Kilo Mischhack. Das vermutlich größte Bifteki der Welt misst 76 Zentimeter und ist im Restaurant Olympia in Unterhaching ohne Vorbestellung zu bestellen. Als nächstes möchte Koletsos den größten Gyros-Spieß wagen: 200 Kilogramm.

29 / 35
(Foto: N/A)

11. April, Oberschleißheim: Fit mit Baby: In Unterhaching treffen sich vor allem junge Mütter im Sonnenschein. Zum Spaß und um die Schwangerschaftsfigur hinter sich zu lassen. Der Volkshochschulkurs ist für alle gedacht, die Lust auf Bewegung haben und sich mit anderen Eltern austauschen wollen. Treffpunkt ist immer am Montag vor der Schlossverwaltung Oberschleißheim um 10 Uhr.

30 / 35
(Foto: Robert Haas)

11. April, Theresienwiese: Am kommenden Freitag beginnt das Frühlingsfest. Die kleine Wiesn ist die schlanke Alternative für Münchner, Familien und Zugroaste, die wissen wollen, ob München zu ihnen passt. Der Aufbau läuft und kann täglich auf der Theresienwiese beobachtet werden. Zum 150. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Münchens wird es zudem noch die Fire-Tage geben. Dieses Jahr wird also ein exklusives Jahr für - nur für Münchner.

31 / 35
(Foto: N/A)

10. April, Heimtiermesse Auf diesem Planeten gibt es nur wenige Lebewesen, die in puncto Eleganz dem Mops ebenbürtig sind. So verwundert es nicht, dass am Wochenende bei der Heimtiermesse im MTC an der Ingolstädter Straße ein Mops-Model-Casting auf dem Programm stand, bei dem 65 Möpse aller Altersklassen über den Catwalk - darf man sagen? - dackelten. Über Anmut, Ausstrahlung und Bildung der Schoßhunde wachte eine hochkarätige Jury aus Tierärzten sowie der in München weltberühmten Mops-Missionarin Uschi Ackermann . Vom tierischen Model-Contest profitierte der Verein "Ein Herz für kranke Tiere", dem die Organisatoren die Startgebühr von zehn Euro pro Mops spendierten. Aber auch gewöhnliche Hunde durften auf der Heimtiermesse ihr Talent zeigen, etwa beim Dogdance-Turnier, das an Dramatik den TV-Tanzwettbewerben für Menschen in nichts nachstand.

32 / 35
(Foto: dpa)

Der Kaninchenzuchtverein B 6 München Ost präsentierte seine "Kaninhopgruppe", das ist ein Team begabter Karnickel, die nach Art von Turnierpferden über Hindernisse springen können. Für die Freunde des Monströsen ließ sich schließlich die größte Rassekatze der Welt blicken.

33 / 35
(Foto: N/A)

7. April, Lenbachplatz In München rauscht und sprudelt es wieder, allen voran am Lenbachplatz: Hier, am Wittelsbacher Brunnen, hat die Stadt an diesem Donnerstagmorgen um 9 Uhr die Brunnensaison eröffnet. In den kommenden Wochen will das Baureferat auch die übrigen 186 städtischen Brunnen freilegen und die Wasserhähne aufdrehen. Den Winter über waren die Brunnen unter insgesamt 4400 Quadratmeter Holzverpackung versteckt gewesen, um sie vor Frost und Schnee zu schützen. Bis Mitte Mai soll nun überall wieder Wasser fließen. Der Wittelsbacher Brunnen eignet sich ganz besonders, um damit den Anfang zu machen: Die Stadtgemeinde München hat ihn vor etwas mehr als 120 Jahren gestiftet, um mit ihm die 1883 fertiggestellte Hochdruck-Trinkwasserleitung aus dem Mangfalltal zu feiern. Die Wittelsbacher, die in der Residenz nun ebenfalls Leitungswasser hatten, beteiligten sich an den Kosten für den Brunnen; geschaffen wurde er von 1893 bis 1895 nach Plänen des Bildhauers Adolf von Hildebrand. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist die Brunnenanlage seit 1952 wieder in Betrieb; im vergangenen Jahr wurde sie restauriert.

34 / 35
(Foto: N/A)

4. April, MAN-Gelände Er hat das Steuer zwar nicht in der Hand, aber Geschwindigkeit und Richtung möchte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) dennoch vorgeben. Denn als er am Montag in München das sogenannte Platooning-Konzept der Volkswagen-Tochter MAN vorstellte, sagte er: "Das automatisierte Fahren wird sich ähnlich schnell verbreiten wie Smartphones." Doch da wird der Minister wohl noch ein bisschen warten müssen. Zunächst geht es erst einmal bei der "European Truck Platooning Challenge" für die Lkw von München nach Rotterdam. Sie fahren im Konvoi, verbunden sind sie über Wlan. Und was Minister Dobrindt eventuell schmerzen könnte: Nicht einmal während dieser Versuchsfahrt, die übrigens eine Initiative der niederländischen Regierung im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft ist, gibt Dobrindt Tempo und Weg vor. Der Fahrer des ersten Lkw bestimmt nämlich darüber, wo es langgeht und wie schnell. Die anderen Lastwagen folgen elektronisch gesteuert in der Kolonne. Also gilt auch hier: Nur der erste hat wirklich das Steuer in der Hand.

35 / 35
(Foto: N/A)

3. April, Sealife München Das interessanteste Geschöpf der Zoologie sei der Fisch, gab Ernest Hemingway einst zum Besten. Er wachse noch, wenn er längst verspeist sei. Wenigstens in den Augen des Anglers. Im Münchner Sea Life im Olympiapark freilich geht es nicht um Anglerlatein und schon gar nicht ums Verspeisen, sondern um die Bewahrung der Meeresgeschöpfe. Seit nunmehr zehn Jahren kann man hier in eine unwirkliche, seltsam beruhigende und faszinierende Welt abtauchen, ohne nass zu werden. Am Wochenende feierte die im Jahr 2006 für knapp elf Millionen Euro gebaute Aquariumslandschaft Geburtstag, Bürgermeisterin Christine Strobl kam zur Gratulation. Nach einigen Umbauten schwimmen und schweben heute etwa 4000 Tiere durch 700 000 Liter Wasser in 35 Becken, von Gonzales der Schildkröte bis zu Bonnie der Hai-Dame. Zurzeit sind auch Krokodilkaimane zu sehen: Liegt die Temperatur in deren Nestern unter 87 Grad Fahrenheit, schlüpfen Männchen, ist es wärmer, kommen Weibchen heraus. Klingt wie Anglerlatein, ist aber Natur.

© SZ.de/infu/hmai/mest - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: